Livestream

Im Moment läuft:

19 Uhr: Sweden-Pop and J-Pop and more
Maria und Ayuko senden im monatlichen Wechsel schwedische bzw. japanische Popmusik und mehr von klassisch bis aktuell, alt bis neu. Dazu gibt es Infos ├╝ber die jeweilige Kultur. In deutscher, schwedischer, japanischer und englischer Sprache.

Danach läuft:

20 Uhr: Take 42
In ihrer Sendung nehmen sich Marco und Andi monatlich ein Genre, ein Franchise, einen Komponisten oder ein "etwas anderes" Thema aus dem Bereich Soundtracks vor und reden dar├╝ber.

21 Uhr: Jazzology
Jazz von Armstrong bis Zorn: Reichlich sch├Âne T├Âne. Jazzology steht aber auch f├╝r lustvolles Lauschen in Rock-, Pop-, Folk- und Klassikgefilden.

22 Uhr: Toposkop
Wir selektieren Musik nach tradierten Motiven und kollektiven Bildern. Ob K├Ârper, Krankheit, Verbrechen oder Rausch ÔÇô jede Sendung widmet sich einem Topos, der in der Popul├Ąrkultur stereotyp, aber auch innovativ verwendet werden kann.

Monats├╝bersicht ├╝ber alle Sendungen


Bizarre

Analysen des GEGENSTANDPUNKTs zu politischen und gesellschaftlichen Themen

Sendende(r): Louise Salome

Sendezeiten

Live:
3. Sonntag 18 Uhr

Wiederholungen:
4. Dienstag 9 Uhr (nur im Internet)
4. Donnerstag 12 Uhr
4. Samstag 1 Uhr



21.10.2018 - 18 Uhr: Bizarre



21.10.2018 - 19 Uhr: Bizarre















Sendungen

Sonntag, 19.11.2017


ÔÇ×100 Jahre Russische Revolution ÔÇô R├╝ckblick auf einen unverzeihlichen FehlerÔÇť (GS 2-17)
 
Wie die Welt ohne sozialistische Systemalternative ans Werk geht, ist seit dem Ende dieser Alternative Thema unserer Zeitschrift. Dass die Befunde unsch├Ân sind, ist kein Grund, dem real gewesenen Sozialismus nachzutrauern. Dessen Verschwinden ist aber auch kein Grund, den Systemfehler auf sich beruhen zu lassen, den die kommunistischen Parteien des 20. Jahrhunderts, die im Sowjetreich regierenden wie die oppositionellen im Westen, ihrer Politik zugrunde gelegt und bis zur Selbstaufl├Âsung z├Ąh praktiziert haben.
 
150 Jahre 'Das Kapital'
 
Linke Parteien z├Ąhlen den Theoretiker des 19. Jahrhunderts, dessen Gedanken einmal die Welt bewegt haben, zu ihrem Traditionsbestand, seine Schriften aber kennen sie nicht mehr. Marx ist heute ein toter Hund. Umso mehr als man ihn an Universit├Ąten, sofern man sich seiner erinnert, h├Âflich ins geistesgeschichtliche deutsche Erbe eingemeindet ÔÇô und zwar als einen Gro├čen:
 
Ein gro├čer Philosoph soll er gewesen sein, dem es nach Hegel noch einmal gelungen sei, dialektisch zu denken;
ein gro├čer Soziologe, der ein System gebastelt habe, in dem die Gesellschaft von der materiellen Basis bis zum ├ťberbau der Ideen auf ein einziges Prinzip gebracht ist;
ein gro├čer Prophet, der die Globalisierung, aber auch die fatalen Krisen unserer Wirtschaftsordnung schon fr├╝h vorhergesehen habe;
ein gro├čer Utopist, der sich eine sch├Âne gerechtere Welt ausgedacht haben soll.
 
Dass der Alte selbst, wenn er gefragt w├╝rde, nichts von dem genannten Gro├čen vollbracht haben wollte, ja sich dieses Lob verbitten w├╝rde, kann seine geistesgeschichtlichen Freunde nicht bremsen. Sie verzeihen ihm ja sogar, dass er Kommunist gewesen ist. Er selbst sah seine Leistung einzig und allein in dem, was der Untertitel seines theoretischen Hauptwerkes ank├╝ndigt: in der ÔÇ×Kritik der politischen ├ľkonomieÔÇť des Kapitalismus. Marx war, wenn irgendetwas, ├ľkonom. Die Wirtschaftswissenschaften allerdings haben keine gute Erinnerung an diesen Klassiker, ja eigentlich ├╝berhaupt keine. Kein Wunder. Schlie├člich hat er nicht nur die menschenfeindliche und absurde Rationalit├Ąt des Wirtschaftssystems aufs Korn genommen, das sie so vern├╝nftig finden; er hat auch ihre verst├Ąndnisvollen Theorien dar├╝ber zerlegt.
 
An dem Kapitalismus, den Marx in der Phase seines Entstehens analysierte und kritisierte, hat sich seit seinen Tagen dies und das, aber nichts Wesentliches ge├Ąndert: Immer noch ist die Vermehrung des Geldes der beherrschende Zweck, f├╝r den gearbeitet wird ÔÇô und das ist keineswegs ein geschickter Umweg zur besseren Befriedigung der Bed├╝rfnisse; noch immer sind die arbeitenden Menschen Kostenfaktor, also die negative Gr├Â├če des Betriebszwecks; noch immer findet die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit, der gr├Â├čten Quelle des materiellen Reichtums, ausschlie├člich statt, um L├Âhne zu sparen und Arbeitskr├Ąfte zu entlassen ÔÇô also um den Arbeiter ├Ąrmer zu machen.
 
Wegen dieser Aktualit├Ąt, und nur wegen ihr, verdient es der l├Ąngst verblichene Denker, dass man sich seiner erinnert. Seine B├╝cher helfen, die ├Âkonomische Wirklichkeit heute zu erkl├Ąren.
 




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