Livestream

Im Moment läuft:

18 Uhr: Musicals
Die Musicalsendung im bermuda.funk. Vom Broadway in den Rosengarten und zurĂŒck!

Danach läuft:

19 Uhr: frei.raum
Der frei.raum der bermuda.funk bietet Raum fĂŒr einmalige Sendungen zu besonderen Themen.

20 Uhr: Libertaer das ganze Ding
Die Sendung fĂŒr undogmatische, eigenstĂ€ndige und kritische Zeitgeister. Hier kommt alles zur Sprache, was sich im nĂ€heren oder im weiteren Sinne mit dem Begriff "libertĂ€r" verknĂŒpfen lĂ€ĂŸt. Übersetzt "freiheitlich" bzw. "anarchistisch", also Dinge, die mehr oder weniger ohne herrschaftliche Strukturen funktionieren. In diesem selbstverwalteten Segment, werden, wie der Name "das ganze Ding" schon suggeriert, selbstverwaltete Initiativen, KĂŒnstler mit libertĂ€rer AffinitĂ€t und sonstige theoretische und praktische Themen aus diesem Bereich behandelt.

21 Uhr: ich-habe-nicht-fertig
Fibi spielt Musik, die er nicht kennt, aber unbedingt im Radio spielen will. Ein kleines Experiment, das der Erstkontaktkompetenz des Moderators auf der Spur ist.

MonatsĂŒbersicht ĂŒber alle Sendungen


Grenzenlos

Antifa und Antira ohne Altersbegrenzung!
Wechselnde Themenschwerpunkte von Bleiberecht bis NS-Justiz. Die Generationen ĂŒbergreifende Zusammenarbeit an auch lokalen Problemen mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus sowie Aufarbeitung der Geschichte der Opfer und TĂ€ter des Nationalsozialismus in Mannheim.
Diese Sendung ist ein zusĂ€tzliches Sprachrohr fĂŒr Themen und Minderheiten, die in den anderen Medien zu wenige Möglichkeiten bekommen, ihre Interessen und Sichtweisen darzustellen.

Die Homepage ist nicht aktuell und stammt noch aus der Anfangszeit der Sendung. Daher sind die neueren Sendungen nicht aufgefĂŒhrt. Sie zeigt aber, um was es grundsĂ€tzlich bei der Sendung geht.

Die Inhalte der neueren Sendungen sind auf www.freie-radios.net zu finden wenn in die Suchmaske das Wort "grenzenlos" eingegeben wird.

Sendende(r): Reinhard Gebhard, Klaus Penner, JĂŒrgen Torunsky

Webseite: http://grenzenlos.bermudafunk.org/index.htm

Sendezeiten

Live:
3. Sonntag 14 Uhr

Wiederholungen:
4. Freitag 14 Uhr
4. Mittwoch 1 Uhr















Sendungen

Sonntag, 19.01.2014


Orientalische MĂ€rchen
Kann man orientalische MĂ€rchen im Kampf gegen den Rassismus einsetzen? Diese Frage stellte sich mir, als ich vor zwei Jahren eine Rundreise durch die TĂŒrkei machte. Unser ReisefĂŒhrer bastelte an der Lautsprecheranlage im Bus herum und mit einem Male hörten wir die Stimme von Elsa Sophia von Kamphoevener.
Wer war Elsa Sophia von Kamphoevener?
Sie wurde am 14. Juni 1878 in Hameln geboren und starb am 27 Juli 1963 in Marquartstein. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und MÀrchenerzÀhlerin.
Sie wuchs in Konstantinopel auf. Ihr Vater war Major und zudem ab 1895 als osmanischer Muschir (Marschall) mit dem Titel eines Paschas ein deutscher Reorganisator der osmanischen Armee.
Sie hatte ein bewegtes Leben und zwei Scheidungen hinter sich, als sie 1933 nach Berlin zog. Sie trat dort in die NSDAP ein, wurde aber nach zwei Monaten wieder aus der "Reichskartei" gestrichen, ihre erneute Bewerbung 1935 wurde abgelehnt. Die Nazis wollten sie allem Anschein nach nicht. Wer ihre MĂ€rchen kennt, kann sich den Grund leicht vorstellen.
1942 meldete sie sich als Freiwillige an die Front, um den Soldaten als "Kamerad MÀrchen" ihre orientalischen MÀrchen zu erzÀhlen. Aber auch diesmal lehnten die Nazis ab.
1951 wurde sie vom SĂŒddeutschen Rundfunk als MĂ€rchenerzĂ€hlerin entdeckt. Mit zahlreichen MĂ€rchensendungen, auch bei nahezu allen anderen deutschsprachigen Rundfunkanstalten, begrĂŒndete sie ihren Ruf als einmalige Interpretin ihrer orientalischen Geschichten.
MĂ€rchen waren zu allen Zeiten die einzige Möglichkeit dem jeweils Herrschenden zu zeigen wie fehlerhaft er war und auch wie fehlerhaft die von ihm beherrschten GĂŒnstlinge waren. Die außerordentliche Verachtung der Macht, die in den MĂ€rchen offenkundig wurde, war ein Grundanliegen von Elsa Sophia von Kamphoevener. Man kann sich vorstellen, dass die Nazis von solchem "mĂ€rchenhaften Widerstand" nicht gerade begeistert waren und sie deshalb auch immer wieder ausbremsten.




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