Livestream

Im Moment läuft:

14 Uhr: Hörbuchkollektiv
DIY-Kino fĂŒr die Ohren: An jedem 1. Dienstag im Monat treffen sich um 19:30 Uhr im CafĂ© des *forum*, Neckarpromenade 46, Leute, die sich gerne in entspannter AtmosphĂ€re vorlesen lassen wollen oder die selbst Spaß am Vorlesen haben. Das dabei entstehtende Audioarchiv mit Literatur fĂŒr alle wird im bermuda.funk gesendet.

Danach läuft:

15 Uhr: bermuda klassik
Schluss mit Rock und Punk und Pop und zurĂŒck zum Ursprung! ZurĂŒck zum Barock, zur Romantik und zur Neuen Musik. Weg von der E-Gitarre und weg vom Synthesizer. Konzerte mit Klavier, mit Geige und Cello, hin zur Kammermusik und hin zum großen Orchester.

16 Uhr: frei.raum
Der frei.raum der bermuda.funk bietet Raum fĂŒr einmalige Sendungen zu besonderen Themen.

17 Uhr: Toposkop
Klassenkampf, Eigentum, Ausbeutung, Entfremdung – zum 200. Geburtstag von Karl Marx spielen wir den Soundtrack zur marxschen Lehre. Getreu dem Motto: "Aus dem Weg Kapitalisten, die letzte Schlacht gewinnen wir!...

MonatsĂŒbersicht ĂŒber alle Sendungen


Das bermuda.funk-Lexikon

Dieses Lexikon ist Teil des bermuda.funk-Newsletters und wÀchst mit jeder neuen Ausgabe.

/// A

AnfÀnge

Der bermuda.funk, das Freie Radio Rhein-Neckar e.V., wurde als Initiative im Jahr 1998 gegrĂŒndet. Im Oktober 1999 waren wir zum ersten mal als "festival.radio" beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg elf Tage lang on air. Seit November 2000 sendet der bermuda.funk aus der Alten Feuerwache auf der UKW-Frequenz 105,4 MHz in Heidelberg und Umgebung und seit Dezember 2003 auch auf der 89,6 MHz in Mannheim.
Der bermuda.funk teilt sich die Frequenzen mit dem Campusradio radioaktiv. Wir senden 122 Stunden in der Woche und radioaktiv 46 Stunden in der Woche. Im Internet ist unser Programm rund um die Uhr zu hören. 
Seit 15 Jahren leben wir gegen alle WiderstĂ€nde den Traum vom Freien Radio. Mittlerweile hat der gemeinnĂŒtzige Verein ĂŒber 300 Mitglieder, wovon sich etwa die HĂ€lfte aktiv im Radiobetrieb engagiert. Rund 100 Sendungen von mehr als 120 Sendenden sind regelmĂ€ĂŸig on air.

AFF

Das ist die AbkĂŒrzung fĂŒr Assoziation Freier GesellschaftsFunk. Die AFF ist der Landesverband der Freien Radios in Baden-WĂŒrttemberg. RegelmĂ€ĂŸig gibt es Treffen zu Radiothemen und Medienpolitik. Einmal im Jahr findet am Bodensee das Radiocamp statt, ein Treffen fĂŒr alle, die sich fĂŒr freie Radioarbeit interessieren, mit Workshops, Diskussionsrunden und VortrĂ€gen.

www.aff-bawue.org

 

/// B

bermuda.funk

Der bermuda.funk, das Freie Radio Rhein-Neckar e.V., wurde als Initiative im Jahr 1998 gegrĂŒndet. Im Oktober 1999 waren wir zum ersten Mal als „festival.radio“ beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg elf Tage lang on air. Seit November 2000 sendet der bermuda.funk aus der Alten Feuerwache auf der UKW-Frequenz 105,4 MHz in Heidelberg und Umgebung und seit Dezember 2003 auch auf der 89,6 MHz in Mannheim. 2012 bezog der bermuda.funk zusĂ€tzliche barrierefreie RĂ€ume im Kreativzentrum Altes Volksbad in der Neckarstadt- West. Dort befinden sich ein Raum fĂŒr Workshops und Sitzungen sowie ein Vorproduktionsstudio.
Seit fĂŒnfzehn Jahren leben wir gegen alle WiderstĂ€nde den Traum vom Freien Radio. Mittlerweile hat der gemeinnĂŒtzige Verein ĂŒber 300 Mitglieder, wovon sich etwa die HĂ€lfte aktiv im Radiobetrieb engagiert. Rund 100 Sendungen von mehr als 120 Sendenden sind regelmĂ€ĂŸig on air.

Bespitzelung

Dass emanzipatorische Bewegungen immer wieder von staatlichen "Sicherheitsorganen" ins Visier genommen werden, ist traurige Wahrheit. Dass dabei gelegentlich auch sogenannte "verdeckte Ermittler*innen" eingesetzt werden auch. Leute also, die sich unter falscher IdentitĂ€t einschleichen, Freundschaften schließen, manchmal sogar Liebesbeziehungen eingehen, um an Informationen zu gelangen. Dass dabei die wichtigsten grundgesetztlich garantierten Rechte der Bespitzelten ganz erheblich verletzt werden, ist klar, ganz zu schweigen von psychischen Folgen. Die Bespitzelung von linken Gruppen in Heidelberg wurde gerade (trotz massiver RĂŒckendeckung fĂŒr den Einsatz durch das SPD-gefĂŒhrte Innenministerium) fĂŒr vollkommen rechtswidrig erklĂ€rt (http://spitzelklage.blogsport.de/). In Hamburg wurde im Rahmen eines solchen Spitzel-Einsatzes auch das Freie Radio in Hamburg, das Freie Sender-Kombinat (FSK) bespitzelt. Doch nicht nur bespitzelt hat die Ermittlerin das FSK, sie hat auch gesendet.Mehr Infos dazu gibt es in der PresseerklĂ€rung des FSK. Grundrechte? Pressefreiheit? Ja ja 
 . Und was sollen diese Institutionen noch mal schĂŒtzen? Rechte?

Bundesverband der Freien Radios BFR

Der Bundesverband der Freien Radios (BFR) ist unermĂŒdlich im Einsatz, um auf LĂ€nder-Ebene die Freien Radios zu unterstĂŒtzen. Seine ehrenamtlichen Aktiven bemĂŒhen sich, der Landespolitik und den Landesmedienanstalten durch den Verweis auf andere BundeslĂ€nder und die Empfehlungen der EU zu verdeutlichen, dass die Freien Radios anerkannt und gefördert werden mĂŒssen. Außerdem organisiert der BFR den regelmĂ€ĂŸigen Austausch der Freien Radios ĂŒber Mailinglisten ,regelmĂ€ĂŸige virtuelle Koordinations-Treffen und den jĂ€hrlichen BFR-Kongress (Zukunftswerkstatt Community-Media, siehe oben.). Auch sehr wichtig: Der BFR betreibt den Server fĂŒr den Programmaustausch der Freien Radios freie-radios.net.

BĂŒro

Das BĂŒro des bermuda.funk befindet sich neben den Sendestudios in der Alten Feuerwache in Mannheim. Ansprechpartner*innen wĂ€hrend der BĂŒrozeiten sind die drei fest Angestellten des bermuda.funk, die sich anderthalb Stellen teilen - mehr lĂ€sst die finanzielle Ausstattung des Radios leider nicht zu. Ihr findet das zu wenig? Dann werdet Mitglied im Freien Radio Rhein-Neckar. Keine Sorge, denn ...

bezahlen

... muss man nicht viel, wenn man im bermuda.funk eine eigene Radioshow machen möchte. Die Mitgliedschaft kostet jĂ€hrlich 60 €, fĂŒr Menschen mit geringem Einkommen 30 € und fĂŒr Familien, Vereine und Intiativen 75 €. Wenn jemand nur sehr wenig oder kein Geld hat, so ist es auch möglich, sich vom Mitgliedsbeitrag befreien zu lassen. NatĂŒrlich kann man die Idee des Freien Radios auch unterstĂŒtzen, wenn man keine eigene Sendung hat. Das werbefreie Radio Rhein-Neckar finanziert sich ausschließlich aus MitgliedsbeitrĂ€gen, Spenden und Fördergeldern und kann nur mit eurer Hilfe auf lange Sicht unabhĂ€ngig existieren. Die Grundfinanzierung lĂ€uft ĂŒber die Landesanstalt fĂŒr Kommunikation Baden WĂŒrttemberg.
Auf unserer Homepage kann man ĂŒbrigens ganz einfach auch online Mitglied werden!

 

/// C

CMFE

CMFE ist das KĂŒrzel fĂŒr das Community Media Forum Europe, dem EuropĂ€ischen Verband der Community-Medien. Da die EU durch ihre Gesetzgebung auch fĂŒr die einzelnen Staaten immer relevanter wird, war es nur logisch, dass es einen Europa-Verband der Community-Medien geben muss. Der Verband wurde im Jahr 2004 in Halle (Saale) gegrĂŒndet. Der bermuda.funk ist zwar nicht direkt Mitglied, aber er ist Mitglied im Bundesverband der Freien Radios, der wiederum Mitglied ist.

Charmant ...

... ist im Freien Radio so einiges. Zum einen wĂ€re da das Programm zu nennen: immer anders, mal kuschlig, mal mit Ecken und Kanten, mal perfekt und mal eben genau das nicht. Mit dem weitverbreiteten Dudelfunk hat Freies Radio ungefĂ€hr so viel gemeinsam wie ... sagen wir mal ... Strohhalme mit Spaghetti. Eines ist es jedenfalls nicht: langweilig. Statt stets gut gelaunten Spaßmaschinen mit austauschbaren Moderationsstil sitzen im Freien Radio Menschen mit eigenen Köpfen hinter den Mikrofonen. Regionaltypische Aussprache, sich heillos in ModerationsfĂ€den verheddern und live ĂŒber nicht funktionierende Technik rĂ€tseln - auch das macht den Charme des Freien Radios aus.

Chillen

Entspannt abhĂ€ngen kann man natĂŒrlich zu vielen Sendungen des bermuda.funk - fĂŒr den nötigen WohlfĂŒhlfaktor sorgen allein schon die sympathischen Moderator*innen. Aber im Ernst: Als gleichförmiges Hintergrundrauschen eignet sich das Freie Radio nicht, dazu sind unsere Sendenden einfach zu individuell. Als Hörer*in des bermuda.funk muss man aktiv werden und tiefer in das Programm eintauchen. Bei der Suche nach Lieblingssendungen stĂ¶ĂŸt man dann aber auch auf Perlen, die ganz neue Horizonte eröffnen können.

 

/// D

Durchhörbarkeit

Dieses selbst etwas sperrig klingende Wort ist Kennzeichen eines Radioprogramms, das eben genau das – nĂ€mlich sperrig - nicht ist. Ziel ist eine einheitliche, auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnittene "Farbe", die nicht selten von kommerziellen Interessen beeinflusst ist. Das Programm des Freien Radios ist da ganz anders: ohne Werbung, individuell, einzigartig, in verschiedenen Sprachen und Stilen, mit unterschiedlichen Meinungen, manchmal unbequem und eben nicht "durchhörbar" - was in der Regel meint, dass Radio als angenehmes NebengerĂ€usch den ganzen Tag durchdudeln kann, ohne die Hörer*innen ĂŒber die Maßen zwischendurch aufzuschrecken. Letzteres können und wollen wir nicht leisten: Da wir einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zum Radiomachen bieten möchten, muss man bei uns keine besonderen (QualitĂ€ts-)Standards erfĂŒllen – bei uns kann zum Beispiel jede*r reden, wie ihm oder ihr der Schnabel gewachsen ist. Auch die Musikauswahl deckt die ganze Bandbreite des persönlichen Geschmacks ab und reicht von Punk ĂŒber Jazz und Pop bis zur Klassik.
Zugegeben, Freies Radio ist eine Herausforderung: Immer wieder muss man sich als Hörer*in auf neue Stimmen und Inhalte einstellen und das Radio gezielt ein- und manchmal auch ausschalten. Die Belohnung ist ein facettenreiches Programm, das nicht im von kommerziellen Interessen dominierten Mainstream mitschwimmt, sondern von Persönlichkeiten mit eigenen Meinungen und einem ganz eigenen Geschmack gestaltet wurde – und eben deshalb neue Welten eröffnet.

Damen und Herren

... sind die Kategorien, in die Menschen gewöhnlich einsortiert werden – auch wenn sie sich zum Beispiel keinem dieser Geschlechter eindeutig zuordnen lassen oder wollen. Inzwischen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass "Geschlecht" ein Kontinuum zwischen den Polen "weiblich" und "mĂ€nnlich" ist und daher unzĂ€hlige Erscheinungsformen aufweist - und fĂŒr genau diesen Freiraum steht das Sternchen*. Unnötig zu erwĂ€hnen, dass im Freien Radio jede*r unabhĂ€ngig vom Geschlecht und sexuellen PrĂ€ferenzen senden kann. Und gegen Sexismus haben wir auch was.

Digital

Tocotronic. Und sonst? OK, auch sonst ist die Digitalisierung der Welt tatsĂ€chlich ein PhĂ€nomen, das unseren Alltag umgewĂ€lzt hat und immer noch umwĂ€lzt. Einiges ließe sich hier ĂŒber das Radio als analoges (und angeblich altes) Medium und das Internet als (nicht mehr ganz so neues) digitales Medium sagen. Aber das fĂŒhrte zu weit, viel zu weit. Um im Nahbereich zu bleiben: Beim bermuda.funk gab's von Anfang an natĂŒrlich auch schon digitale Technik. Auch 2000 (als wir auf Sendung gingen) gab's schon Computer und auch dieses berĂŒchtigte Internet wurde schon fleißig genutzt. Nach nicht allzu langer Zeit gab's im bermuda.funk dann auch schon einen Server, der unser Programm aufzeichnete. Inzwischen gibt's ein ganz zentrales digitales Element in unserem Sender: Die Jukebox. Eine Software, die das Programm aufzeichnet und zu gegebener Zeit auch Wiederholungen abspielt. Auch im BĂŒro wird krĂ€ftig digital vernetzt zusammengearbeitet. Außer in den Studios kommen auf unseren Rechnern ĂŒbrigens ĂŒberall Linux-Distributionen zum Einsatz. Unsere Audio-Technik ist zwar noch weitgehend analog (Mischpulte, Plattenspieler, Tapes, etc.), aber auch hier gibt es einen Trend zur Digitalisierung. Unser Audio-Signal wurde frĂŒher als Audio-Signal ĂŒber eine Standleitung der Telekom zum Sender geschickt, derzeit digital ĂŒber die Standleitung. ZukĂŒnftig soll das Signal sogar ĂŒber das Internet zum Server geschickt werden, was Kosteneinsparungen mit sich brĂ€chte, allerdings aber auch den riesigen Nachteil einer erheblichen Latenz (Verzögerung) auf dem Weg zum Sender. Auf alle FĂ€lle sind wir immer sehr interessiert an Leuten, die gerne beim bermuda.funk in der Technik-Gruppe mitarbeiten wollen. Da gibt's sowohl analog als auch digital genug zu tun (neudeutsch: spannende Herausforderungen). Aktuell zum Beispiel bei der Einrichtung eines digitalen Audio-Routers, mit dessen Hilfe u.a. gesteuert wird, welches Studio auf Sendung ist.

Doppelt

... hĂ€lt besser. Deswegen gibt es seit 2012 nicht nur die bermuda.funk-RĂ€ume in der Alten Feuerwache (Livesende- und Vorproduktionsstudios 1 und 2, BĂŒro, bermuda.lounge), sondern auch die barrierearmen RĂ€ume im Alten Volksbad. Hier finden sich ein Workshop- und Sitzungsraum sowie ein Vorproduktionsstudio (Studio 3), das im Jahr 2013 in Betrieb genommen wurde. In allen drei Studios können rund um die Uhr Sendungen und BeitrĂ€ge produziert werden. Apropos Radio-Produktion: Auch hier hat sich das Motto „doppelt hĂ€lt besser“ bewĂ€hrt: Besser einmal zu viel Datensicherung betreiben als einmal zu wenig! Im tĂ€glichen Sendebetrieb ĂŒbernimmt das ĂŒbrigens ein Automat: Die in die Jahre gekommene „Jukebox“ (mehr dazu beim Buchstaben „J“) gewĂ€hrleistet immer noch zuverlĂ€ssig, dass unsere Live-Sendungen aufgezeichnet werden, um sie zu einem spĂ€teren Zeitpunkt zu wiederholen. Und immer wĂ€hrend live eine Sendung gemacht wird, lĂ€uft im Hintergrund die Wiederholung der letzten Sendung.

 

/// E

EffektivitÀt und Effizienz

Gern und hĂ€ufig wird in einer auf Gewinnmaximierung ausgerichteten (Arbeits-und Finanz-)welt von „EffektivitĂ€t" und „Effizienz“ gefaselt. Dem möchten wir keinesweg nachstehen! Denn folgt man der Definition des US-amerikanischenr Ökonomen Peter Drucker auf Wikipedia, laut derer EffektivitĂ€t heißt „die richtigen Dinge tun“ und Effizienz „die Dinge richtig tun“, dann ist der bermuda.funk quasi ein Paradebeispiel fĂŒr beides: Zum einen tut das Freie Radio Rhein-Neckar ohne Zweifel „die richtigen Dinge“: Er ermöglicht Menschen – egal, ob alt oder jung, arm oder reich, ob mĂ€nnlich, weiblich oder alles von beidem, ob deutsch oder nicht – mit ihrer Meinung in einem öffentlichen Medium prĂ€sent zu sein. Zum anderen betreiben wir seit nunmehr ĂŒber 15 Jahren mit einer recht geringen finanziellen Ausstattung (die gerade mal die Technik, die Nebenkosten und 1,3 Arbeitstellen abdeckt) einen Radiosender. Setzt man Kosten und Nutzen in Beziehung zueinander, so ist das tatsĂ€chlich sehr effizient. Und richtig sowieso.

Einfall

FĂŒr interessante Radio-Sendungen braucht es nicht nur irgendwie nette Musik, sondern auch mindestens einen Einfall, wie sie prĂ€sentiert werden soll. Auch Radio-Machen ist ein mehr oder minder kĂŒnstlerischer Prozess, fĂŒr den Inspiration enorm wichtig ist. Ihr wisst, was gemeint ist, wenn ihr den bermuda.funk hört. Sehr hĂ€ufig gibt’s gute Ideen, aber manchmal muss es auch eine Sendung von der Stange sein, weil die ehrenamtlich Sendenden auch noch ein „normales“ Leben haben, das seinen Tribut fordert.

Einfalt ...

... ist erstmal nichts Schlechtes. Denn ursprĂŒnglich bedeutete „Einfalt“ ein Ungeteiltsein im Gegensatz zu einer „Vielfalt“. Heute steht der Begriff im positiven Sinn fĂŒr Arglosigkeit und GutmĂŒtigkeit, im negativen Sinn fĂŒr geistige BeschrĂ€nktheit. Auch wenn das Freie Radio fĂŒr eine Vielfalt (an Menschen, Meinungen und Musik ...) steht, so haben wir keineswegs etwas gegen Einfalt – aber durchaus etwas gegen jene Form von Dummheit, die sich eine rĂŒckwĂ€rtsgewandte Einförmigkeit auf die schwarz-rot-weißen Fahnen schreibt. Und deshalb legen wir grĂ¶ĂŸten Wert darauf, dass Menschen im bermuda.funk nicht wegen ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder Staatsangehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung, wegen körperlichen oder geistigen Gebrechen und Merkmalen, ihrer Ă€ußeren Erscheinung, ihres Alters oder ökonomischen Situation diskriminiert werden. Im Gegenteil: je bunter, desto lieber!

Engagement

Das Freie Radio Rhein-Neckar ist das, was seine Mitglieder aus ihm machen: Ihr Engagement ist eine wesentliche SĂ€ule des bermuda.funk. Nicht nur, dass das Programm von den Sendenden ehrenamtlich und unbezahlt gestaltet wird – auch im Vorstand, in der Technik, der Musikredaktion, der Öffentlichkeitsarbeit und der Workshopgruppe engagieren sich die Mitglieder unentgeltlich in ihrer Freizeit. Ohne sie gĂ€be es das Freie Radio Rhein-Neckar nicht (mehr). Vielen Dank dafĂŒr!

Du möchtest dich im bermuda.funk engagieren? Zum Beispiel in einer der Redaktionen, in der Technik-Gruppe oder einfach so?
Dann schreib eine Mail an info [at] bermudafunk.org, wir freuen uns!

 

/// F

Finanzen

Der bermuda.funk finanziert sich aus Mitteln der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LfK) und den BeitrĂ€gen seiner Mitglieder. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzt die Stadt Mannheim das Freie Radio Rhein-Neckar durch die mietfreie Überlassung der RĂ€ume in der Altern Feuerwache und im Alten Volksbad.
In Baden-WĂŒrttemberg gibt es zehn Freie Radios. Sie erhalten eine Förderung durch die Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LFK). Da sich die LFK aus GEZ-GebĂŒhren finanziert, lĂ€sst sich errechnen, dass die Freien Radios mit 0,16 % der GEZ-GebĂŒhren in Baden-WĂŒrttemberg gefördert werden.
Die finanzielle Ausstattung des bermuda.funk reicht gerade fĂŒr die Technik, Nebenkosten und 1,3 Arbeitsstellen (die sich drei Leute teilen). Viele Projekte, Ideen und notwendige technische Verbesserungen können daher gar nicht, nur mit Verzögerung oder als Sparvariante umgesetzt werden. Sprich: Ohne das unbezahlte ehrenamtliche Engagement der Mitglieder wĂŒrde der bermuda.funk schon lange nicht mehr existieren. Daher freuen wir uns ĂŒber neue Mitglieder, die die Idee des Freien Radios auch finanziell unterstĂŒtzen wollen. Die Mitgliedschaft kostet pro Jahr regulĂ€r 60 €, fĂŒr Initiativen und Familien 75 € und fĂŒr Leute mit wenig Geld 30 €. Geld- und Sachspenden sind uns ebenfalls willkommen! Und natĂŒrlich jede*r, der*die sich im Freien Radio engagieren möchte.
Auf unserer Homepage kann man ganz einfach Mitglied werden!

Funken

Im Freien Radio wird nicht etwa "ge-radiot", sondern "ge-funkt". Wer es genau wissen will: "Funktechnik ist ein Begriff fĂŒr die Methode, Signale aller Art mit Hilfe modulierter elektromagnetischer Wellen im Radiofrequenzbereich Radiowellen drahtlos zu ĂŒbertragen." Der Dank fĂŒr diese Definition geht an Wikipedia – ein Projekt, das wie die Freien Radios aus dem Enthusiasmus weniger entstanden und dessen Ziel es ist, freien Zugang zu schaffen: Wikipedia zu Wissen, die Freien Radios zum Medium Radio. Beide sind schöne Beispiele dafĂŒr, wie ein kleiner Funke ein großes Feuer entfachen kann, das von dem freiwilligen Engagement Vieler am Brennen gehalten wird. Leider reichen die Radiowellen des bermuda.funk auf den Frequenzen 89,6 MHz fĂŒr Mannheim und 105,4 MHz fĂŒr Heidelberg nicht sehr weit ĂŒber die Grenzen der Region hinaus (die GrĂŒnde dafĂŒr findet ihr weiter unter bei "Frequenzen"). Im Internet "funkt" der bermuda.funk jedoch 24 Stunden am Tag in die ganze weite Welt. Im Freien Radio wird aber nicht nur gefunkt, sondern auch diskutiert, gefeiert und gelacht – bis die Funken fliegen ...

Frauen


 sind auch in den Freien Radios leider immer noch unterreprĂ€sentiert. Beim bermuda.funk wurde mal genauer hingeguckt: Es gibt 31 aktiv sendende Frauen (gegenĂŒber 87 MĂ€nnern), also etwa ein Viertel Frauen und drei Viertel MĂ€nner (Stand April 2016). In der Technikgruppe gibt es zurzeit keine aktiven Frauen. Vielleicht hilft ja bei der Gestaltung der Zukunft, auch mal in die Vergangenheit zu blicken: Beim diesjĂ€hrigen Radiocamp gibt es eine Veranstaltung „'Frauenfunk' - Eine historische Betrachtung. Von der Weimarer Republik bis heute“, in der auf die Entwicklung von Sendungen von Frauen (bzw. „Frauen“, wie es in der AnkĂŒndigung heißt) und ihren Positionen innerhalb der Sender seit der Weimarer Republik geblickt wird, um anschließend zu schauen, wie es mit „Frauen“ und Radio im Kontext anderer LĂ€nder, „Kultur“kreise und gesellschaftlicher Anordnungen aktuell aussieht, auch mit Fokus auf die Freien Radios. Klar ist jetzt schon, generell fĂŒrs Freie Radio, aber auch speziell fĂŒr den bermuda.funk: Ob Frauen oder „Frauen“ – ran an die Mikros, ran an die Technik!

Freiheit, frei, Freies Radio

Was ist eigentlich das Freie am freien bzw. gerne auch groß geschrieben Freien Radio? Frei von wem oder was? Oder geht es gar um Freiheit? Gerne wird hier mit programmatischen (frei von Werbung, frei von Quoten) oder idealistischen Hinweisen argumentiert. In der Charta des Bundesverbands freie Radios heißt es dazu in der PrĂ€ambel: „Freie Radios agieren mit einem emanzipatorischen Anspruch im Sinne gesellschaftlicher Gleichheit und individueller Freiheit. Ziel des Bundesverbandes Freier Radios ist es, allen Menschen in diesem Sinne den Zugang zum Rundfunk und Radioinitiativen den Zugang zu Sendelizenzen zu ermöglichen. Freie Radios arbeiten aktiv am Abbau von Diskriminierungen und stellen diesen das Modell der konkurrenzfreien, solidarischen Assoziation entgegen.“
Freies Radio ist dabei immer auch ein Prozess – die Diskussionen darĂŒber, was frei heißt, was die Freiheit des Freien Radio alles umfasst, hören nicht auf und werden immer wieder aufs Neue angestoßen. Die Grundpfeiler stehen jedoch fest: Die Freien Radios haben eine Form des SelbstverstĂ€ndnisses, beim bermuda.funk das Programmstatut, in dem klar umrissen wird, was NICHT gesendet werden darf. Meinungsfreiheit heißt eben nicht, ĂŒber die Plattform Freies Radio ausschließende, diskriminierende Inhalte verbreiten zu können.
Immer wichtiger wird zugleich in vielen freien Radios die Barrierefreiheit – etwa in der Form von barrierefreien oder barrierearmen Sendestudios... Im bermuda.funk gab es von 2014 bis 2015 ein Projekt und mittlerweile eine regelmĂ€ĂŸige Sendung zum Thema. Infos und Kontakt ĂŒber einfach@bermudafunk.org.

Frequenzen

Der bermuda.funk darf zwei Frequenzen benutzen, die – im Vergleich zu den Frequenzen von anderen Sendern – lĂ€cherlich schwach sind. Leider können wir selbst daran nicht wirklich etwas Ă€ndern. Die Landesmedienanstalten schreiben laut jeweiligem Landesmediengesetz Frequenzen fĂŒr bestimmte private Radio-Veranstalter aus. Da das Rundfunkrecht Landesrecht ist, gibt es in den einzelnen BundeslĂ€ndern sehr unterschiedliche Radio-Landschaften, je nachdem, was das jeweilige Landesmediengesetz vorsieht. In Baden-WĂŒrttemberg unterscheidet das Landesmediengesetz in Rundfunkprogramme, die bei der Ausweisung und Zuweisung von ÜbertragungskapazitĂ€ten vorrangig berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen und solche, die berĂŒcksichtigt werden können. Ratet mal, zu welcher Kategorie die Freien Radios (auch nach einer grĂŒn-roten Legislaturperiode) zĂ€hlen.
Hinzu kommt, dass Mannheim im Drei-LĂ€nder-Eck Hessen/ Rheinland-Pfalz/ Baden-WĂŒrttemberg liegt. Da die einzelnen BundeslĂ€nder jeweils "ihre" eigenen privat-kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme haben, und Radiowellen sich nicht um Landesgrenzen scheren, ist im Frequenzraum hier in Mannheim sehr viel geboten und – andersrum – wenig freier Platz vorhanden.
Bei unserer ersten Lizenzierung im Jahr 2000 wurde uns die Heidelberger Frequenz 105,4 MHz mit 50 Watt Leistung zugeteilt. Drei Jahre spÀter, nachdem der SWR seine Blockade (wir könnten seine PfÀlzer Frequenz 89,9 MHz stören) aufgegeben hatte, kam die Mannheimer Frequenz 89,6 MHz mit 100 Watt Leistung und zur Stadt hin abgeschirmtem Sender hinzu. Zum Vergleich: Die Frequenzen der privat-kommerziellen Rundfunkveranstalter fangen in der Regel nicht unter 1.000 Watt an und der besagte PfÀlzer SWR-Sender sendet mit 10.000 Watt. Deshalb senden wir auch in Mono, weil unser Sendesignal damit ein wenig weiter entfernt noch störungsarm empfangen werden kann.

 

/// G

GEMA

Wenn sich nicht vor rund 170 Jahren ein Mann geweigert hĂ€tte, sein GetrĂ€nk zu bezahlen, gĂ€be es die Gesellschaft fĂŒr musikalische AuffĂŒhrungs- und mechanische VervielfĂ€ltigungsrechte GEMA möglicherweise gar nicht. Aber bevor wir eine Zeitreise zu den AnfĂ€ngen der Verwertungsgesellschaften machen, muss zunĂ€chst geklĂ€rt werden, fĂŒr was diese GEMA ĂŒberhaupt gut ist: Musikschaffende – Komponist*innen und Textdichter*innen – haben ein gesetzlich verbrieftes Recht auf angemessene VergĂŒtung fĂŒr die Nutzung ihrer Werke. Aufgabe der GEMA ist es, fĂŒr ihre Mitglieder einen Teil dieser Nutzungsrechte, die so genannten Zweitverwertungsrechte, wahrzunehmen. Wer daher in Deutschland in der Öffentlichkeit Musik abspielen oder auffĂŒhren möchte, muss vorab entweder die Rechter bei den Urheber*innen oder Rechteinhabern einholden oder eine Lizenz bei der GEMA beantragen. Auch der bermuda.funk hat einen solchen Lizenzvertrag mit der GEMA, der es den Sendenden erlaubt, GEMA-pflichtige Musik zu spielen. Aber was hat das alles mit dem oben erwĂ€hnten GetrĂ€nk bzw. mit gesĂŒĂŸtem Wasser zu tun? Zuckerwasser war Mitte des 19. Jahrhunderts ein angesagtes ModegetrĂ€nk, das unter anderem im CafĂ© „Les Ambassadeurs“ ausgeschenkt wurde. Der Chanson-Komponist Ernest Bourget stellte nicht nur fest, dass die Musik und die daraus resultierende gute Stimmung den Konsum dieses GetrĂ€nkes ankurbelte, sondern auch, dass diese Musik von ihm stammte – und ohne seine Einwilligung gespielt wurde. Da er kein Geld fĂŒr die AuffĂŒhrung seiner Musik erhalten hatte, verweigerte Bourget folgerichtig die Bezahlung des Zuckerwassers. In dem darauf folgenden “Zuckerwasser-Prozess” wurde dem Besitzer des „Les Ambassadeurs“ untersagt, die Werke des Komponisten ohne dessen Erlaubnis zu spielen. DarĂŒber hinaus wurde er verpflichtet, die AuffĂŒhrung der Musik angemessen zu entlohnen. Das Urteil legte den Grundstein fĂŒr die erste Verwertungsgesellschaft der Welt SACEM, nach deren Vorbild in Deutschland Ă€hnliche Organisationen und 1915 schließlich die GEMA gegrĂŒndet wurden.

Mehr Informationen gibt es unter www.gema.de

GEZ

Vielleicht kann sich der*die eine oder andere noch an die Zeiten erinnern, als der (mal mehr, mal weniger nette) Mensch von der GebĂŒhreneinzugszentrale an der TĂŒr klingelte und nach der Existenz von Radio- und FernsehgerĂ€ten forschte. Die Frage war: Ableugnen oder alles zugeben? Angeblich konnte die GEZ ja versteckte GerĂ€te mit speziellen Richtmikrofonen aufspĂŒren ... Also doch lieber zahlen? Diesen Gewissenskonflikt muss niemand mehr austragen: Seit dem 01.01.2013 heißt die GebĂŒhreneinzugszentrale (GEZ) „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice” und das oben erwĂ€hnte GebĂŒhrenmodell wurde durch ein Beitragsmodell ersetzt, in dem pro Wohnung (egal, wie viele Menschen und RadiogerĂ€te dort wohnen) 17,50 € gezahlt werden mĂŒssen. Davon werden nicht nur ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert, sondern zu einem winzigwinzigklitzeklitzekleinen Teil auch der bermuda.funk. Genauer: Die zehn Freien Radios in Baden-WĂŒrttemberg werden mit 0,16 % der GEZ-GebĂŒhren von der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LfK) gefördert. Da dem Ganzen die Idee eines solidarischen Finanzierungsmodells zugrunde liegt, mĂŒssen auch Leute zahlen, die gar kein Radio und/oder FernsehgerĂ€t besitzen (aber nicht selten die Sendungen ĂŒber einen PC, ein Tablet oder ein Smartphone empfangen). Und die womöglich das aus diesen Mitteln finanzierte Programm in weiten Teilen flach und oberflĂ€chlich finden (das der Freien Radios natĂŒrlich ausgenommen). Nutzt alles nix: Der Rundfunkbeitrag ist rechtmĂ€ĂŸig, wie das Bundesverwaltungsgericht im MĂ€rz 2016 bestĂ€tigt hat.

Mehr Infos gib es unter www.rundfunkbeitrag.de

Gesamtredaktion

Die Gesamtredaktion ist – wie bei "Gremien" beschrieben – ein sehr wichtiges Gremium. Bei ihren monatlichen Sitzungen werden sĂ€mtliche Entscheidungen rund um den Sendeplan getroffen: Aufnahme neuer Sendungen, Sendeplatz-Verschiebungen, Sondersendungen, Sendekritik und manchmal sogar Sanktionen gegen Sendende, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen oder gegen die Statuten verstoßen.
Mitglieder der Gesamtredaktion sind alle aktiven bermuda.funker*innen. Insofern ist die Gesamtredaktion das Gremium, das die grĂ¶ĂŸte Gruppe der bermuda.funker*innen nicht nur reprĂ€sentiert, sondern tatsĂ€chlich beinhaltet. Jede*r kann mitbestimmen. Deshalb ist die Gesamtredaktion auch mehr als nur das Gremium, das sich mit Sendeinhalten auseinandersetzt. In der Vergangenheit gab es teils heftige Auseinandersetzungen darĂŒber, fĂŒr was die Gesamtredaktion genau zustĂ€ndig sei. Inzwischen ist die bewĂ€hrte Praxis, dass alle grĂ¶ĂŸeren Entscheidungen mit weitreichenden Folgen auch in der Gesamtredaktion besprochen und beschlossen werden – oft auf Basis eines Vorstandsvorschlags.
Gelegentlich grĂŒndet die Gesamtredaktion Arbeitsgruppen, die sich intensiver um einzelne Themen kĂŒmmern und der Gesamtredaktion dann wieder VorschlĂ€ge zur Beschlussfassung unterbreiten. Aktuell gibt es eine solche Arbeitsgruppe, die die Struktur unseres Sendeplans kritisch unter die Lupe nimmt und gleichzeitig ermitteln soll, was unsere Hörer*innen denn wann genau hören wollen.

Gremien

Da es beim bermuda.funk keine*n Chef*in gibt, aber doch die ein oder andere Entscheidung getroffen werden muss, gibt es Gremien. Je nach Definition lĂ€sst sich der bermuda.funk sogar als basisdemokratisch beschreiben. Doch der Reihe nach. Das wichtigste Gremium des bermuda.funk ist die Mitgliederversammlung. Da der bermuda.funk als Verein strukturiert ist, ist die jĂ€hrlich stattfindende Mitgliederversammlung das Gremium mit den weitreichendsten Entscheidungskompetenzen. Bei der Mitgliederversammlung wird der siebenköpfige Vorstand gewĂ€hlt, der sich zweiwöchentlich trifft und den Verein offiziell nach außen vertritt.
Wichtig fĂŒr die Vereinsorganisation sind auch die Vereinsressorts. Das sind Arbeitsgruppen zu zentralen Themen, in denen jede*r mitmachen kann: Öffentlichkeitsarbeits-, Technik- und Workshop-Gruppe. Da der bermuda.funk aber nicht ein x-beliebiger Verein ist, sondern ein Radiosender, gibt es auch Gremien, die sich mit den Programminhalten befassen. Das wichtigste ist die Gesamtredaktion, bei der alle aktiven bermuda.funker*innen Mitglied sind. NĂ€heres dazu oben bei "Gesamtredaktion".
Neben der Gesamtredaktion gibt es noch verschiedene „Fachredaktionen”. In den Fachredaktionen können alle aktiven bermuda.funker*innen mitmachen. Aktuell gibt es die Musik-, die Kultur- und die Politikinfo- bzw. Sonar-Redaktion. Eher minder als mehr aktiv sind die Sport-Redaktion und die Redaktion „Seltsame Dinge”. Eine wichtige Aufgabe der Fachredaktionen ist es, neue Sendungen probezuhören, den neuen Sendungsmacher*innen Feedback zu geben und die Sendungen dann der Gesamtredaktion zur Aufnahme in den Sendeplan zu empfehlen.

 

 

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Hörer*innen

Unserer Hörer*innen: Die unbekannten Wesen! FĂŒr privat-kommerzielle Radios bedeuten sie ja alles und dĂŒrfen auf keinen Fall verschreckt werden. Denn nach ihrer durchschnittlichen Anzahl richten sich die Werbeeinnahmen, die erzielt werden können. Da Radio-Betreiber aber nicht erwarten können, wirklich alle Menschen zu erreichen, suchen sie sich eine sogenannte Zielgruppe, die möglichst groß und statistisch möglichst gut erforscht ist. Und auf deren (vermeintlichen?) WĂŒnsche und GeschmĂ€cker richten Sie dann ihr Programm aus. Was fĂŒr ein Programm dabei herauskommt, wisst ihr ja. Beim bermuda.funk stimmt das alles so nicht. Wir sind nicht von Werbeeinnahmen (und somit von Hörer*innen-Zahlen) abhĂ€ngig und haben deshalb eine sehr große Freiheit. Außerdem ist unser (auch: gesetzlicher) Auftrag die Mehrung der Meinungsvielfalt. Wir setzen das so um, dass wir eine Plattform sind fĂŒr möglichst viele Inhalte, die sonst nicht zu hören sind. Und das heißt auch: Große Vielfalt. Nicht jede Hörer*in mag alles, was bei uns zu hören ist. Das macht es dann nicht immer leicht, uns zu hören. Um so mehr freuen wir uns, dass wir immer wieder von Hörer*innen positive RĂŒckmeldungen zum Programm bekommen. Liebe Hörer*innen: Vielen Dank! Auch fĂŒr die konstruktive Kritik. Nur so wissen wir, dass wir gehört werden und was ihr mögt. Und das gibt es dann nur beim Freien Radio: "Der bermuda.funk zielt auf eine Aufhebung der Trennung zwischen Produzierenden und HörerInnen" sagt unser Statut. Also, Hörer*innen: Mischt Euch ein, macht mit und macht eine Radiosendung, ĂŒber die Ihr Euch als Hörer*in auch freuen wĂŒrdet. Übrigens werden immer wieder Redakteur*innen des bermuda.funk auf der Straße angesprochen: "Ich kenn' deine Stimme aus dem Radio! Du sendest im bermuda.funk!" Gibt es ein schöneres Feedback?

Homerecording

... ist ist eine von vielen Möglichkeiten, im Freien Radio zu senden. Manche Sendenden nutzen die AtmosphĂ€re des heimischen Wohnzimmers, um mit ihren GĂ€sten entspannt zu plaudern – und diese Stimmung ist dann auch im Radio hörbar. Andere verkrĂŒmeln sich in den Keller, um gemeinsam mit viel Spaß neue Sendungen am laufenden Band vorzuproduzieren. Das Schöne: Es muss im Freien Radio nicht alles perfekt sein. Geld braucht man dazu auch keines in die Hand nehmen: Der bermuda.funk bietet die Möglichkeit, sich AufnahmegerĂ€te auszuleihen. Und in den Workshops des bermuda.funk lernt man, wie man mit dem kostenlosen Schnittprogramm Audacity die Aufnahmen so bearbeiten kann, damit eine Radiosendung daraus wird. Experimentieren ist dabei ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht! Homepage

Auf der Homepage des bermuda.funk gibt es alle Informationen rund um's Freie Radio Rhein-Neckar: aktuelle Nachrichten, neue Sendungen, Aus- und Fortbildungsangebote, KonzertprĂ€sentation, die Termine der Redaktionen und Ressorts und ... und ... und ... Die Seite wird stĂ€ndig erweitert und mit neuen Inhalten gefĂŒllt. Man kann dort aber nicht nur viel Interessantes ĂŒber den bermuda.funk nachlesen, sondern auch Radio hören! In der rechten Spalte werden die jeweils zuletzt auf dem Audioportal der Freien Radios eingestellten BeitrĂ€ge von bermuda.funker*innen veröffentlicht. In der linken Spalte wird angezeigt, welche Sendungen aktuell und in den kommenden Stunden laufen. Und im Livestream kann man den bermuda.funk rund um die Uhr und weltweit im Netz hören.
Die Webseite basiert auf dem freien Content-Management-System Typo3. Es erlaubt den Sendenden im bermuda.funk, eigene Seiten mit Informationen zu ihren Sendungen selbstĂ€ndig zu pflegen und zu aktualisieren. DarĂŒber hinaus können sich die Nutzer*innen ĂŒber das System online Studios und AufnahmegerĂ€te reservieren. Wer Lust hat, in der Webredaktion mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen! Eine Mail an webred@bermudafunk.org genĂŒgt.

HĂŒsteln

... ist im bermuda.funk hörbar! Wo es in anderen Radios eine sogenannte "RĂ€uspertaste" gibt, mit der sich die Moderator*innen kurz stumm schalten können, gehen im Freien Radio Ähs, Ähms, Öhs oder auch das Suchen nach den richtigen Knöpfen ungefiltert ĂŒber den Äther. Manchmal wird auch ganz vergessen, die Regler der Mikrophone wĂ€hrend eines MusikstĂŒcks herunterzuziehen. Dann werden die Hörer*innen live zu Zeug*innen so manch lustiger GesprĂ€che und Diskussionen im Studio. Wie schon an anderer Stelle (siehe "Charme") geschrieben wurde: Genau das macht Freies Radio so besonders – und lebendig. Denn Menschen, die nie hĂŒsteln oder sich rĂ€uspern und die darĂŒber hinaus auch noch druckreif sprechen, sind sehr, sehr selten ...

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Infoabend

Was ist eigentlich Freies Radio (die Leser*innen des Lexikons wissen schon viel darĂŒber!)? Wer finanziert den bermuda.funk? Wie komme ich an einen Sendeplatz und was muss ich machen, wenn ich ĂŒber einen Kinofilm berichten möchte, den ich gestern gesehen habe? Diese und mehr Fragen werden beim Infoabend fĂŒr Radioneulinge beantwortet. Alle zwei Monate können im Alten Volksbad Hörbespiele gehört und Wissenswertes erfahren werden – einfach vorbei kommen!

Information

Freies Radio bietet neben mitunter außergewöhnlichen Musiksendungen auch Informationen – sei es zu lokalen oder zu globalen Themen, sei es in historischer Betrachtung oder so akutell, wie nur möglich, sei es auf deutsch oder in vielen anderen Sprachen. Neben informativen Wortsendungen zu diversen Themen gibt es geballt Informationen in der Magazinsendung Sonar, die werktĂ€glich gesendet wird. Verschiedene Moderator*innen prĂ€sentieren aktuelle Informationen aus dem Rhein-Neckar-Kreis und senden Informatives aus anderen Freien Radios. Viele der in Sonar gespielten BeitrĂ€ge können auf dem Audio-Archiv des freien Radios, www.freie-radios.net nachgehört werden.

Insel

Den bermuda.funk als eine „Insel der Seligen“ zu bezeichnen mag auf Anhieb zwar etwas hochgegriffen klingen, aber so ganz falsch ist das nicht – zumindest wenn man sich das kommerzielle Wellenmeer ringsherum vorstellt. Denn wie schreibt Wikipedia so schön: „'Insel der Seligen' ist eine Redewendung, mit der ausgedrĂŒckt wird, dass eine Gemeinschaft von Unbill verschont ist, welche im Umfeld aber verbreitet auftritt“. Na bitte. Unter „Unbill“ verstehen wir im Freien Radio zum Beispiel Musik, deren Auswahl nicht auf persönlichen Vorlieben, sondern auf einem vermuteten Hörer*innengeschmack beruht – einzig mit dem Ziel, die Hörer*innenzahlen und damit die Werbeeinnahmen zu steigern. Als „Unbill“ mögen auch manche die betont muntere Moderation mancher Sender empfinden, in der sich stets gutgelaunte Menschen spaßige WortbĂ€lle zuwerfen. Zugegeben: Ein Programm machen zu können, ohne dabei finanzielle Intressen verfolgen zu mĂŒssen, ist ein Privileg – auch wenn die Moderator*innen im bermuda.funk ihre Sendungen alle unbezahlt und ehrenamtlich gestalten. Was das betrifft, so befinden wir uns tatsĂ€chlich auf einer „Insel der Seligen“.

Internet

Es ist ja in aller Munde, dieses Internet. Und ja, vermutlich existiert nicht, was nicht zumindest auch im Internet seine ReprĂ€sentation findet. Aber es ist ja auch ĂŒberhaupt nicht so, dass der bermuda.funk ein besonders schlechtes VerhĂ€ltnis zum Internet hĂ€tte. Von Anfang an konnten die bermuda.funker*innen beim bermuda.funk das Internet „zur Recherche“ nutzen, was am Anfang durchaus dazu fĂŒhrte, dass die Studios öfter mal nicht wirklich zum Sendungs-Machen belegt waren. Der erste Homepage-Snapshot der bermuda.funk-Seite im Web-Archive stammt vom 12.06.2001. Das erste Mal von unserem Livestream ist dort die Rede am 25.11.2002. Doch nicht nur die bermuda.funk-Homepage wurde offenbar im Jahr 2001 ins Netz gestellt, auch freie-radios.net, das Austausch-Portal der Freien Radios im deutschsprachigen Raum, scheint 2001 online gegangen zu sein und der erste noch auffindbare Beitrag ist dieser: http://www.freie-radios.net/6

 

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Jingle

Ein Jingle ist laut Wikipedia „die kurze einprĂ€gsame Erkennungsmelodie eines Radio- oder Fernsehsenders oder fĂŒr ein bestimmtes Programm dieses Senders“. Solche Audio-Logos gibt es schon seit fast hundert Jahren. Auch beim bermuda.funk werden seit der Anfangszeit fleißig Jingles produziert ... und das schon, bevor der Sender ĂŒberhaupt seine Frequenzen hatte. Es ließe sich so eine bermuda.funk-Geschichte anhand der Jingles erzĂ€hlen – zunĂ€chst Werbung fĂŒr das freie Radio-Projekt, dann die Zeit, als es nur die Heidelberger Frequenz gab (bis 2003), ab 2003 dann beide Frequenzen, Sondersendetage, die JubliĂ€umsfeierlichkeiten 2010 und 2015, ... Ganz zu schweigen von den zahlreichen Sendungs-Jingles, die viele der bermuda.funk-Sendungen als jeweiliges Erkennungszeichen nutzen – lange, kurze, schrĂ€ge, laute, vertrackte, reimende, wummernde ... So vielfĂ€ltig wie der bermuda.funk selbst.

JubilÀen

Der bermuda.funk kann in seiner Geschichte mittlerweile auf einige JubilĂ€en zurĂŒckblicken:
Am 20.11.2000 um 11 Uhr sendete das Freie Radio Rhein-Neckar zum ersten Mal aus seinem Studio in der Alten Feuerwache. Zum 10. Jahrestag suchte der bermuda.funk den „Radio.Star“!
Am Samstag, den 20.11.2010 lud das Radio in der Alten Feuerwache Mannheim zur großen Contestshow mit Glitzer, Glamour, Preisverleihung und JubilĂ€umsparty ein. Zehn sensationelle Acts wetteiferten um den Titel des “Radio-Stars”: Achtung Spitfire Schnell schnell!!, Buddha Sentenza, Chartbusters, Drama Light, The Fluids, General Schweißtropf, HomeBeatHome, m./jetztkultur.de, MC OrgelmĂŒller und Vasca. Durch die Show fĂŒhrt ebenso gewandt wie charmant Daniel “The Voice” F. Grieshaber. Über 300 GĂ€ste bejubelten die Show und wĂ€hlten schließlich beim großen Finale Achtung Spitfire Schnell Schnell!! zum Radio-Star, dicht gefolgt von Buddha Sentenza und General Schweißtropf, die sich den 2. Platz teilten.
Das Jahr 2015 stand dann ganz im Zeichen des 15-jĂ€hrigen JubilĂ€ums. Über mehrere Monate hinweg wurde gefeiert: mit Kino, Bootsfahrt, Lesungen, Sondersendetagen, VortrĂ€gen, einem Fest der Kulturen im Rahmen der Lichtmeile in der Neckarstad-West und einer Abschluss-Disco im Alten Volksbad.
Und natĂŒrlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer JubilĂ€en im Radio. Viele Sendende im bermuda.funk sind nĂ€mlich sehr lange, zum Teil sogar von Beginn an, dabei und können auf eine stattliche Zahl an Sendungen zurĂŒckblicken. So feierte beispielsweise die Sendungen kick-and-rush und Vita Noctis 2015 ihr 10-jĂ€hriges JubilĂ€um. Ende 2016 konnte die Sendung It's Elvis Time auf 177 Sendungen zurĂŒckblicken, den Rekord in diesem Jahr hĂ€lt radio.aufschnitt mit stolzen 750 (!) Sendungen – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und als Beleg dafĂŒr, dass Radio-Machen ganz offensichtlich bereichert: das eigene Leben und die Ohren anderer.

 

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Kino

Manchmal verbinden sich Ohren mit Augen, wenn Radio den Weg ins Kino findet oder Kino sich dem Thema Radio widmet. Der bermuda.funk veranstaltete in Rahmen von Kooperationen schon so manches Radio-Film-Screening. Beim Radiofestival, das 2015 anlĂ€sslich des 15 Jahre SendejubilĂ€ums stattfand, zeigten das Cinema Quadrat und der bermuda.funk Robert Altmans „Last Radio Show“, eine Ensemble-Dramödie von Robert Altman, die mit Starbesetzung bis in die Nebenrollen einen entspannten Blick auf Eitelkeiten und SehnsĂŒchte im Showbiz wirft – und auf eine vergangene Epoche des Radios. Unter freiem Himmel, an diesem Abend herrlich dunkelblau, konnten sich bermuda.funker*innen, Radio-und Kino-Interessierte bei einem Freiluftscreening in der Neckarstadt Einblicke in die obskure Geschichte von Piratensendern in den USA gewinnen – und in einer Kooperation mit der Alten Feuerwache wurde im Jahr 2014 der Film „Vielen Dank fĂŒr Nichts“ von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus gezeigt. Der Clou war hier, dass die Tonspur des Films in Studio 1 on Air ging, die Zuschauer*innen den Ton ĂŒber Kopfhörer und mitgebrachte GerĂ€te – Handy mit UKW-Empfang und Kopfhörern, MP3-Player mit UKW-Empfang, KĂŒchenradio mit Batterien und Kopfhörer-Anschluss – empfangen konnten. Unter dem Motto „Silent-Open-Air-Kino“ zeigt der Abend, dass Freies Radio verbunden mit ungewöhnlichen Seherlebnissen an ungewöhnlichen Orten eine perfekte Kombination sein kann.
Eine ganz besondere Verbindung des bemuda.funk zu Film und Kino kommt aus den Anfangstagen des Senders – als wir noch ohne eigene StudiorĂ€ume waren. 1999 in der ersten Sendewoche sowie zum Sendestart des bermuda.funk im Herbst 2000 haben wir aus dem GlĂ€sernen Studio im Stadthaus in N1 anlĂ€sslich des festival.radios zum Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg gesendet.

Kommerz

„Kein Kommerz auf Megahertz!“ verkĂŒndet ein Slogan der Freien Radios. Ein Radioprogramm ganz ohne nerviges Werbegedudel? Mittlerweile leider eher die Ausnahme als die Regel, denn viele Radiosender sind existentiell auf Werbeeinnahmen angewiesen. Wie das funktioniert?
Die insgesamt zehn Freien Radios iIn Baden-WĂŒrttemberg werden von der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LFK) gefördert. Eine weitere wichtige SĂ€ule der Finanzierung des bermuda.funk sind die BeitrĂ€ge seiner Mitglieder. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzt die Stadt Mannheim das Freie Radio Rhein-Neckar durch die mietfreie Überlassung der RĂ€ume in der Altern Feuerwache und im Alten Volksbad. Viel Geld ist das nicht und ein Großteil der Freien Radioarbeit, unter anderem die redaktionelle Arbeit, basiert deshalb auf ehrenamtlichem Engagement – das heißt, auch die Sendenden selbst werden fĂŒr ihre Sendungen nicht bezahlt. Wir finden ein Radio ohne Werbung toll! Wir haben uns deshalb bewusst als sog. „nichtkommerzieller Lokalfunk (NKL)“ lizenzieren lassen und dĂŒrfen somit auch gar keine Werbung senden.

Kommunizieren

„Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wĂ€re der denkbar grĂ¶ĂŸte Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens [...], wenn er verstĂŒnde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Hörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen.“ Das ist ein Zitats aus Brechts Fragment gebliebenen Texten zu einer Radiotheorie, die bereits in den Jahren 1927 bis 1932 entstanden sind, die FrĂŒhzeit des Rundfunks. Das Radio als Kommunikationsapparat? Sprechen zu machen? In Beziehung zu setzen? Wie kann das gemeint sein? Und was hat das mit freiem Radio zu tun? Diese Frage hat sich die Hamburger Gruppe LIGNA gestellt und Radio-Performances fĂŒr den öffentlichen Raum entwickelt. Zum Beispiel das Radio-Ballett, das zunĂ€chst in Hamburg und Leipzig, aber auch beim bermuda.funk in Mannheim und Heidelberg veranstaltet wurde. Über das Radio werden Handlungen gesendet und initiiert, die dem gewöhnlichen, mitunter auch normierten oder einfach nur normalisierten Handeln im öffentlichen Raum entgegen wirken. Das fĂŒhrt zu neuen Perspektiven, neuen Umgang mit diesem Raum – und einer neuen Rolle fĂŒr das Medium Radio. Ebenfalls wĂ€hrend des Radiofestivals 2015 war ein Buchladen in der Heidelberger Altstadt Schau- und Hörplatz fĂŒr ein ganz anderes, ebenfalls besonderes Radioexperiment: Radio wird erlebbar, indem eine komplette zweisprachige Literatur-Sendung nicht im Studio, sondern in der Stadt produziert wird, inklusive dem Einsprechen eines Live-Jingles und dem Einspielen von Livemusik sowie Beteiligung des Publikums. Anschließend wird sie ausgestrahlt. Wenn dann noch in dieser Sendung das oben genannte Brecht-Zitat diskutiert wird, wird daraus vielleicht sogar ein StĂŒck Radio-Utopie.

Kunst

Radio ist große Kunst! Radio ist keine Kunst? Beides ist richtig – zumindest im Freien Radio! Denn dort findet man zum Beispiel noch Sendungen, die von ausgewiesenen Musikkenner*innen mit eigenwilligen Plattensammlungen gestaltet werden, wĂ€hrend in kommerziellen Sendern das Musikprogramm vor allem von Verkaufszahlen bestimmt wird. Aber das Freie Radio bietet auch Raum fĂŒr kĂŒnstlerische Projekte wie das von dem Hamburger KĂŒnstler*innen-Kollektiv LIGNA (http://www.ligna.org/) entwickelte Radioballet, das die Teilnehmer*innen dazu einlĂ€dt, an öffentlichen Orten einer bestimmten Choreographie zu folgen. Die Anweisungen dazu erhalten die Teilnehmer*innen ĂŒber das Radio. Der bermuda.funk hat zwei solcher Aktionen gemeinsam mit LIGNA realisiert: Am 16. und 23. Juni 2007 fand die UrauffĂŒhrung eines Radioballetts unter dem Titel: „Karneval der Tiere/Ästhetische Übungen im Tierwerden“ in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheimin den Mannheimer Quadraten statt. Vier Jahre spĂ€ter, am 07., 12., 14. und 15.07 2011 sendete der bermuda.funk jeweils ab 17:30 Uhr das Radioballet „Differenz und Wiederholung“. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Außer Haus“ des Heidelberger Kunstvereins lud LIGNA alle Passant*innen und Besucher*innen dazu ein, den Anatomieplatz und die anliegende Hauptstraße, die lĂ€ngste FußgĂ€ngerzone Europas, an vier Abenden im Juli in ein anatomisches Theater zu verwandeln. Seziert wurde das Gehen – das so natĂŒrlich scheint und doch das Produkt einer unĂŒberschaubaren Geschichte der Disziplinierung und Konventionalisierung ist. Freies Radio eröffnet also FreirĂ€ume fĂŒr kĂŒnstlerische Positionen und Projekte.
Gleichzeitig ist Radiomachen keine große Kunst – vor allem, was die Grundlagen und den Zugang zum Freien Radio betrifft. Die technischen Kniffe fĂŒr den Sendestart kann man sich nĂ€mlich ganz leicht in einem unserer zweitĂ€gigen kostenlosen EinfĂŒhrungsworkshops aneignen. Auch danach stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Vertiefen können die Sendenden ihre Kenntnisse dann in weiterfĂŒhrenden Workshops zu Audioschnitt, Stimmbildung, Interview und anderen mehr. Persönliche, ganz eigene Betrachtung und Bearbeitung von Themen sind fĂŒr uns Politik. Und da man im Freien Radio reden kann, wie einem der Schnabel gewachsen ist, braucht es auch keine ausgefeilte Moderator*innen-Stimme, um on Air gehen zu können.
Ganz wichtig ist bei bermuda.funk auch „Kunst fĂŒr das Radio“. Von Anfang an hat der bermuda.funk lokale KĂŒnstler*innen fĂŒr die Gestaltung des Logos und fĂŒr Illustrationen und Fotoserien zur Covergestaltung der Flyer und Programmhefte gewinnen können. In Kleinserien bedrucken und gestalten wir unsere T-Shirts und Taschen mit diesen Illustrationen eigenhĂ€ndig zu kleinen Kunstwerken. Zum Start der zweiten Frequenz in Mannheim hatten wir eine Radiokunst-Ausstellung in unseren StudiorĂ€umen sowie einen Fotowettbewerb ausgeschrieben.
Und um den Kreis zu schließen: Unsere Vielfalt ist unsere Kunst – und in diesem VerstĂ€ndnis sind alle Menschen KĂŒnstler*innen und können den bermuda.funk mitgestalten.

 

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Landesanstalt fĂŒr Kommunikation Baden-WĂŒrttemberg (LFK)

Die Landesanstalt fĂŒr Kommunikation, kurz LFK, ist von enormer Bedeutung fĂŒr den bermuda.funk. Da die Mediengesetzgebung Sache der BundeslĂ€nder ist, hat auch (fast) jedes Bundesland seine eigene Landesmedienanstalt, die fĂŒr sĂ€mtliche rundfunkrechtliche Angelegenheiten zustĂ€ndig ist, die nicht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betreffen.

Aufgaben

Die LFK ist fĂŒr die Ausschreibung und Vergabe von Lizenzen und Frequenzen fĂŒr privat-kommerzielle und andere Rundfunkveranstalter zustĂ€ndig. Die LFK ĂŒberwacht die Radioprogramme auf VerstĂ¶ĂŸe gegen das Rundfunkrecht und prĂŒft bei Beschwerden. Wenn sie dafĂŒr einen Grund sieht, kann sie auch Strafen verhĂ€ngen.
Die LFK fördert Rundfunkveranstalter und andere Institutionen mit Rundfunkbezug. Die privat-kommerziellen erhalten eine Förderung fĂŒr ihre technische Verbreitung, aber auch z.B. das Medienkompetenzforum SĂŒdwest oder die Pop-Akademie in Mannheim werden von der LFK gefördert. Auch die Freien Radios in Baden-WĂŒrttemberg, die als sogenannte Nicht-Kommerzielle-Lokalveranstalter (NKL) lizenziert sind, erhalten eine Förderung durch die LFK. Die Förderung soll einerseits unsere technische Verbreitung gewĂ€hrleisten und andererseits unseren Betrieb absichern. Das Budget der LFK ist ein bestimmter Anteil des Rundfunkbeitrags, der in Baden-WĂŒrttemberg eingenommen wird. Dadurch Ă€ndert sich das Budget der LFK je nach dem, wie viel Rundfunkbeitrag von der GEZ eingenommen wird. Über die Verwendung ihres Budgets entscheidet die LFK im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben selbst. Bis zu einer medienrechtlichen Verbesserung durch die damalige grĂŒn-rote Landesregierung war das Budget fĂŒr 9 Freie Radios in Baden-WĂŒrttemberg etwa ein Tausendstel der GEZ-GebĂŒhren in Baden-WĂŒrttemberg, nun ist es etwas mehr.

Organisation

Die LFK ist eine „staatsferne“ Anstalt des öffentlichen Rechts. Die wichtigsten Gremien sind der fĂŒnfköpfige Vorstand mit einem hauptamtlichen PrĂ€sidenten und der Medienrat, der aktuell 37 Mitglieder hat. Die Mitglieder der Vorstands werden vom Landtag gewĂ€hlt. Die Mitglieder des Medienrats sind Vertreter*innen „gesellschaftlich relevanter“ Gruppen und Landtagsmitglieder. Sowohl die VorstĂ€nde als auch die MedienrĂ€t*innen arbeiten ehrenamtlich. Daneben gibt es aber natĂŒrlich auch eine hauptamtliche Verwaltung, die die tĂ€glichen GeschĂ€fte fĂŒhrt.

Die LFK und wir

Mit der LFK haben wir auf verschiedenen Ebenen zu tun. Dadurch, dass wir eine Förderung von ihr erhalten, mĂŒssen wir immer wieder AntrĂ€ge schreiben und Verwendungsnachweise erbringen. Dabei hatten wir hauptsĂ€chlich mit unserer Sachbearbeiterin dort zu tun, die mit einer 80%-Stelle fĂŒr 9 NKL und 3 Lernradios zustĂ€ndig war, also immer viel zu tun hatte. Die Zusammenarbeit mit ihr war immer sehr konstruktiv. Leider ist sie nun in Pension und wir wissen noch nicht genau, wer fĂŒr uns zustĂ€ndig sein wird.
Unter der PrĂ€sidentschaft des letzten PrĂ€sidenten, der in diesem Jahr seine TĂ€tigkeit beendet hat, hatten wir Freien Radios nicht immer einen leichten Stand. „Regiert“ wurde von oben herab, ohne Kommunikation und öfter auch so, dass wir den Eindruck hatten, es wĂŒrde Politik gegen uns gemacht. Selbst die Erhöhung der Förderung durch die grĂŒn-rote Landesregierung fĂŒhrte zu einer Aufteilung der Förderung in so viele Förder-Töpfe (und einen extrem hohen Verwaltungs-Aufwand unsererseits), dass selbst die LFK irgendwann die Übersicht verlor. Seit dem 01.04.2017 hat die LFK einen neuen Vorstand und einen neuen PrĂ€sidenten. Der neue PrĂ€sident scheint an unserer Arbeit interessiert zu sein und hat bei seiner Vorstellung auch signalisiert, dass ihm eine offene Kommunikation wichtig sei.

www.lfk.de

Location

Seit November 2000 sendet der bermuda.funk aus der Alten Feuerwache Mannheim. Die ersten RĂ€umlichkeiten befanden sich im ersten Stock und waren alles andere als gerĂ€umig: Neben zwei kleinen Studios gab es dort nur einen winzigen Vorraum, der gleichzeitig als BĂŒro diente. Eines der beiden Studios war fensterlos, hatte dafĂŒr aber den Vorteil, ĂŒber die LĂŒftung die „DĂŒfte“ der darunterliegenden KĂŒche einzufangen.

Der bermuda.funk bemĂŒhte sich lange um eine Verbesserung und 2009 war es endlich soweit: Mit dem Auszug des Kulturamtes aus der Alten Feuerwache wurden endlich RĂ€ume in unmittelbarer NĂ€he der Studios des bermuda.funk frei. Nach zĂ€hen Verhandlungen mit anderen in der Alten Feuerwache ansĂ€ssigen stĂ€dtischen Institutionen, die ebenfalls Anspruch auf diese RĂ€ume anmeldeten, wurden diese dem bermuda.funk zugesagt. Im September 2009 begannen die Renovierungsarbeiten in den neuen RĂ€umen: Es wurden neue WĂ€nde eingezogen, die Studios gedĂ€mmt, Tische und SchrĂ€nke gezimmert, Teppichböden verlegt, unzĂ€hlige Meter Kabel gezogen, es wurde tapeziert und gestrichen – und das meist ehrenamtlich.
Neben diesen RĂ€umen nutzte der bermuda.funk lange Jahre gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler (BBK) einen Raum im zweiten Stock fĂŒr Sitzungen, Workshops und zur Soundbearbeitung. Diese Situation war fĂŒr alle Seiten unbefriedigend, zudem meldeten das in der Feuerwache ansĂ€ssige Kinder- und Jugendtheater Schnawwl und die Feuerwache selbst ebenfalls Raumbedarf an. Es entstand die Idee, dass der bermuda.funk in das neue Creativzentrum Altes Volksbad in der Neckarstadt-West umziehen sollte. Nach vielen GesprĂ€chen, Workshops und Begehungen stand allerdings fest, dass die RĂ€ume nicht ausreichend schallgedĂ€mmt werden konnten. Als Kompromiss wurde dem bermuda.funk vorgeschlagen, kĂŒnftig an zwei Standorten zu residieren – sicher keine ideale Lösung, die aber immerhin die Möglichkeit eines barrierefreien Zugangs bot. 2012 bezog der bermuda.funk dann die zusĂ€tzlichen RĂ€ume (einen Workshop- und Sitzungsraum sowie ein barriefrei gestaltetes Vorproduktionsstudio) im Alten Volksbad.

 

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Mediathek

Sendung verpasst? Kein Problem: In der Mediathek des bermuda.funk können (fast) alle Sendungen sieben Tage lang nachgehört werden. Warum nur “fast” alle? Zum einen erfĂŒllt nicht jede Sendung die rechtlichen Voraussetzungen (so dĂŒrfen nicht mehr als drei Musiktitel nacheinander ohne Moderation gespielt werden), zum anderen möchten nicht alle Sendenden ihre Sendung zum Nachhören zur VerfĂŒgung stellen. Bis der bermuda.funk ĂŒberhaupt eine Mediathek einrichten durfte, verging viel Zeit, in der sich die PrĂ€sident*innen der Landesanstalten mit der Gesellschaft fĂŒr musikalische AuffĂŒhrungs- und mechanische VervielfĂ€ltigungsrechte, kurz GEMA, ĂŒber die Bedingungen einigen mussten. FĂŒr den bermuda.funk war die Erlaubnis, Sendungen eine Woche lang im Netz bereitstellen zu dĂŒrfen, ein großer Gewinn. Denn so können die Hörer*innen nicht nur nur ihre Lieblingssendungen zu jeder Zeit nachhören, sondern sie haben auch die Möglichkeit, gezielt zum Beispiel nach einer Musikrichtung oder einer anderen Sprache zu suchen oder Sendungen aus Themenbereichen wie Kultur, Politik, Wissenschaft oder Sport auszuwĂ€hlen.

(Landes-) Mediengesetz

Rundfunk ist LĂ€ndersache, weshalb fĂŒr jedes Bundesland ein eigenes Landemediengesetz gibt. Dies erklĂ€rt, warum es in manchen BundeslĂ€ndern sehr viele freie Radios gibt, z. B. in Baden-WĂŒrttemberg, in anderen keine oder andere Formen von BĂŒrgerbeteiligung in den Massenmedien wie Offene KanĂ€le in Rheinland-Pfalz.
Das Baden-WĂŒrttembergische Landesmediengesetz regelt unter anderem die Rahmenbedingungen fĂŒr privat-kommerzielle Sender, die Freien Radios und die Landesanstalt fĂŒr Kommunikation LFK. Hier steht, wie hoch der Prozentsatz der RundfunkgebĂŒhren ist, der der LFK fĂŒr ihren Etat (aus dem auch wir gefördert werden) zur VerfĂŒgung steht, welche Formen von Rundfunk es in Baden-WĂŒrttemberg geben soll und in welcher Reihenfolge hierfĂŒr Frequenzen zu vergeben sind.
Um VerbesserungenfĂŒr den nichtkommerziellen Lokalfunk (NKL) – wozu auch die Freien Radios gehören – zu erreichen, muss sich der Landesverband der Freien Radios, die AFF also nicht nur an die Landesmedienanstalt wenden, sondern auch an den Gesetzgeber in Baden-WĂŒrttemberg, den Landtag.
Insbesondere mit der grĂŒn-roten Landesregierung, die im Jahr 2011 die Regierung ĂŒbernahm, hatten sich die Freien Radios diesbezĂŒglich einiges erhofft, denn im Koalitionsvertrag hatten beide Parteien festgelegt, dass sie "eine Lanze brechen" wollten fĂŒr die Freien Radios. Und tatsĂ€chlich, das Landesmediengesetz wurde geĂ€ndert. Die LFK erhielt mehr Geld, weil von den fĂŒr sie vorgesehenen Mittel weniger vorweg an den SWR abgezweigt wird. Von den zusĂ€tzlichen Mitteln profitieren nun neben den privat-kommerziellen Fernseh-Anbietern auch die Freien Radios, ein vorher gesetzlich verankerter Deckel fĂŒr unsere Förderung wurde aufgehoben.
Einer weiteren Forderung der Freien Radios, nĂ€mlich das Gesetz so zu Ă€ndern, dass wir bei der Verteilung der Frequenzen nicht an letzter Stelle kommen, ist die grĂŒn-rote Mehrheit damals nicht nachgekommen. So bleibt auch fĂŒr die Zukunft noch einiges zu tun: Die Umstellung des Rundfunks auf DAB+ wird fĂŒr die Freien Radios einige Herausforderungen bereit halten, deren Lösung sich auch in Regelungen im Landesmediengesetz niederschlagen werden.

Mobile Reporting

Mobile Reporting wird auch Smartphone-Journalismus genannt – also die Produktion von journalistischen Inhalten mit mobilen EndgerĂ€ten. Auch an der freien Radioarbeit ist der Einsatz von Smartphones nicht spurlos vorbeigegangen. Und ganz ehrlich: Warum nicht einfach die GerĂ€te nutzen, die wir (meist) sowieso dabei haben? Wichtig ist hier jedoch die Verwendung entsprechender Aufnahme-Apps sowie eines guten Mikrofons. In Mobile Reporting-Workshops testen wir verschiedenen Apps und interne sowie externe Mikrofone – um dann möglichst schnell in die Praxis und auf Klangfang zu geben. Im Jahr 2017 wurden im Rahmen von Mobile Reporting-Workshops Interviews gefĂŒhrt und StadtklĂ€nge aufgezeichnet, die Ergebnisse waren im bermuda.funk Programm zu hören.

Musikredaktion, die

Die Musikredaktion des bermuda.funk trifft sich jeden ersten Montag im Monat um 19.30 Uhr in Studio 2 und ist fĂŒr alle Interessierten offen. Die Redakteur*innen hören sich Probesendungen von Radio-Rookies an, geben Tipps und sprechen Empfehlungen fĂŒr die Gesamtredaktion aus. Sie diskutieren hĂ€nderingend die KonzertprĂ€sentationen fĂŒr den darauffolgenden Konzertmonat. Zu besonderen AnlĂ€ssen gestalten die Redakteur*innen mehrstĂŒndige Sondersendungen. Traditionell stellt die Musikredaktion jeweils zu Beginn eines Jahres ihre Lieblingsalben- bzw. Songs des vergangenen Jahres vor. Die Wochensendungen bermuda.music (dienstags 21–22 Uhr) und bermuda.spezial (freitags 13–14 Uhr) werden von Mitgliedern der Musikredaktion moderiert. Alles Gesagte, Geschriebene, Gedachte spinnen die Mitglieder der Redaktion dann nach dem Treffen in ihrer Stammkneipe weiter ...

 

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Newsletter

Die erste Ausgabe des bermuda.funk-Newsletters erschien im August 2015. Seitdem informiert der Newsletter alle zwei bis drei Monate ĂŒber alles rund ums Freie Radio Rhein-Neckar: Neues aus dem bermuda.funk und der Freien Radioszene, neue und besondere Sendungen, Angebote im Aus- und Fortbildungsbereich, von der Musikredaktion ausgewĂ€hlte Konzerte und vieles mehr.

Nerds

Manchmal muss man in einem Lexikon einfach ein anderes Lexikon zitieren. Und was ein „Nerd“ ist, erklĂ€rt Wikipedia einfach sehr schön: „Nerd [nɜːd] (engl. modern fĂŒr „Computerfreak“; ursprĂŒnglich fĂŒr „Sonderling“) ist eine Bezeichnung fĂŒr an Spezialinteressen hĂ€ngende Menschen mit sozialen Defiziten. [...] Positiv betrachtet ist ein Nerd ein Individualist, der durch Besitz hinreichender Fachkenntnisse einen entsprechenden Grad an gesellschaftlicher Anerkennung innerhalb der jeweiligen Szene aufweist (Stand: 20.04.2018).“ Das mit den „sozialen Defiziten“ lassen wir mal unter den Tisch fallen ... wobei sich tatsĂ€chlich im Radio oft solche Menschen finden, die lieber ĂŒber den Äther als face to face kommunizieren. Richtig ist, dass das Freie Radio ein Sammelbecken fĂŒr Individualist*innen ist, die – im „Besitz hinreichender Fachkenntnisse“ – ein außergewöhnliches, fundiertes und hochinteressantes Programm machen. Spezialist*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen teilen im bermuda.funk mit Freude und Begeisterung ihr Wissen mit den Hörer*innen.

Neulizenzierung

Die Freien Radios mĂŒssen sich bei der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LfK) regelmĂ€ĂŸig (alle acht bzw. zehn Jahre) erneut um Lizenz und Frequenz bewerben. Seit seiner GrĂŒndung musste der bermuda.funk sich bereits zweimal neu bewerben. Die Jahre 2008 und 2014 standen ganz im Zeichen der anstehenden Neuzlizierung, es wurden Daten und Fakten gesammelt und AntrĂ€ge geschrieben, die jeweils ĂŒber 100 Seiten umfassten und dicke Ordner fĂŒllten. Und es wurde im Radio ganz schön gebangt und gezittert: 2008 bewarb sich noch ein weiteres Radio fĂŒr die Frequenzen des bermuda.funk. In einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen konnte der bermuda.funk die Entscheider*innen schlussendlich von seinem Konzept ĂŒberzeugen. 2014 hatte die Landesmedienanstalt (LFK) ihrem Lizenzierungs-Bescheid eine Auflage beigefĂŒgt, bei deren Nicht-ErfĂŒllung wir Lizenz und Frequenz hĂ€tten entzogen bekommen können. Aber alles ging gut aus und im Sommer 2015 war klar: Der bermuda.funk (und alle anderen Freien Radios in Baden-WĂŒrttemberg) können zehn weitere Jahre auf ihren UKW-Frequenzen senden, bis Ende 2025! Wenn UKW nicht vorher abgeschaltet wird ...

AKTUELLE BEITRÄGE

18 Jun 2018 20:04:46
Out of Africa oder 怚ćŒșćŸŸæŒ”ć˜ /Duƍ qĆ«yĂč yanbiĂ n (Muliregionale Evolution) (Serie 428: sonar -zeitlos-)
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18 Jun 2018 11:10:34
grenzenlos Juni 2018 (Serie 323: Grenzenlos)
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09 Jun 2018 13:13:53
Aktionstag gegen den "Tag der Bundeswehr" (Serie 323: Grenzenlos)
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04 Jun 2018 23:45:19
MĂ€nner Fußball WM in Argentinien (Serie 852: PRESSING)
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VERANSTALTUNGSTIPPS

16.07.2018 (19:00)
Alte Feuerwache, bermuda.funk RĂ€ume, Eingang Nord

Infoabend fĂŒr Radioneulinge

Alle zwei Monate stellt sich der bermuda.funk in Wort, Bild und vor allem auch Ton vor: Infos zu Freien Radios, zu bermuda.funk-Geschichte und ... weiterlesen »

WORKSHOPS

10.07.2018 (19:00)
Altes Volksbad, bermuda.funk RĂ€ume im Erdgeschoss

Abendworkshop "Sprechen fĂŒrs Radio"

Mit ein paar einfachen Tricks die VerstÀndlichkeit und AusdrucksfÀhigkeit eurer Sprechstimme verbessern. Haltung, Atem, Lippen, Weite und los geht's.

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28.07.2018 (10:00)
Altes Volksbad, bermuda.funk RĂ€ume im Erdgeschoss

EinfĂŒhrungsworkshop Teil I

Die Lizenz zum Senden: Der kostenlose EinfĂŒhrungsworkshop vermittelt an zwei Samstagen den Einstieg in die Freie Radioarbeit – von der Geschichte des Freien Radios ĂŒber die Organisationstruktur des bermuda.funk und  ... weiterlesen »

04.08.2018 (10:00)
Altes Volksbad, bermuda.funk RĂ€ume im Erdgeschoss

EinfĂŒhrungsworkshop Teil II

Teil II der EinfĂŒhrung – nur fĂŒr Teilnehmer*innen von Teil I.

Im zweiten Teil des EinfĂŒhrungsworkshops werden unter anderem die in der Woche zuvor produzierten ProbebeitrĂ€ge gemeinsam angehört!

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KONZERTE

Die Musikredaktion verlost regelmäßig 2 x 2 Eintrittskarten zu Konzerten in der Region. Einfach eine Mail mit Datum und Namen der Band an musik [at] bermudafunk.org schicken und gewinnen!

08.07.2018 (21:00)
Café Central Weinheim

GBH

Punk-Rock

AK € 15

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