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04.10.2021

ENJOY JAZZ: Sarah McCoy am 05.10.2021 im Heidelberger Karlstorbahnhof

Sarah McCoy

Sarah McCoy

Endlich wieder Enjoy Jazz in der Metropolregion Rhein-Neckar, sogar live. Das Festival eröffnete am 01.10.2021 mit Melanie Charles und endet Mitte November. Jeden Tag gibt es die allerfeinsten Konzerte und Veranstaltungen von Stars und unbekannten Größen des Jazz und darüber hinaus. Denn das Enjoy Jazz bietet laut Untertitel: „Jazz and more“ – und eine, die in die Kategorie „more“ passt, das ist Sarah McCoy. Am 05.10.2021 tritt sie in Heidelberger Karlstorbahnhof auf. Annette Lennartz hat mir ihr gesprochen. Aus GEMA-rechtlichen Gründen gibt es den Beitrag hier ausnahmsweise zum Nachlesen.

Zweimal musste ihr Konzert bei Enjoy Jazz ausfallen, 2019 wegen Krankheit, 2020 wegen Corona. Am 05.10.2021 sollte es aber klappen. Da kommt die US-Amerikanerin Sarah McCoy nach Heidelberg, präsentiert Titel von ihrer CD „Blood-Siren“. Die wurde vom berühmten Jazz-Label „Blue-Note“ veröffentlich und das adelt natürlich.

Sarah McCoy ist eine Frau mit einer ganz speziellen Stimme, einem sehr ungewöhnlichen Outfit, lyrischen, schrägen, sanften bis scharfen Texten. Die Sängeri, Komponistin, Texterin und Pianistin ist in jeder Beziehung etwas Besonderes. Sarah McCoy verwandelt Blues in schwarze Magie – so textete die Vogue sehr treffend.

„Ja ich liebe es mit Worten zu spielen, irgendwie geht das leicht und schnell und ich genieße die Sätze mit all die Bilder und Wörtern“

Zum Beispiel im eben eingespielten Song „Sweet Olive Trees“. Das beginnt so: Es war der Atem süßer Olivenbäume, voll eingefangener Sommerhitze, … Musikalisch startete sie als Kind mit klassischem Klavierunterricht, und die klassische Musik liebt sie immer noch, bis heute. Aber sie selbst drückt sich anders aus

„Ich kann mich da nicht auf ein Genre festlegen. Leute die sich im Jazz auskennen, die sagen das ist kein Jazz. Leute die sehr im Blues sind, sagen, das ist kein Blues,die im Pop sind sagen, das ist kein Pop, und Rock ist es sicher nicht. Aber meine Musik hat Elemente von allen. „

Und wenn sich ihre Musik in ein Getränk übersetzen ließe, dann wäre das, so Sarah:

„Ein Blaubeerkirschselter. Es ist köstlich. Aber eher ein amerikanisches Ding.“

Die Stimme, so sagt sie, ist das Instrument, dass die stärkste Verbindung zum gesamten Körper hat – das älteste Instrument überhaupt. Und ihre Stimme ist wirklich sehr flexibel, mal wütend, mal düster oder hell – immer neu.

In dem Song “Hot shots“ legt Sarah McCoy dann richtig los, denn da spricht sie über die Zeit, in der sie ziellos durch die USA reiste, in Bars arbeitete und ziemlich miese Dinge erlebte:

„Hot shot geht um die die einfach nur Benutzen und um die, die benutzt werden, um jeden Vollidiot den ich einmal getroffen habe. Es geht darum wie Männer Frauen behandeln, und wie ich mich selbst behandel.“

Wie sie sich selbst behandelt, davon erzählt „Miss her“. Das vermisst Sarah McCoy eine ganz bestimmte Frau, nämlich sich selbst, das Mädchen, das sie einmal war, das unbeschwert im Regen tanzte.

Sarah hat schwierige Zeiten hinter sich und weiß, dass Frauen es im Jazz besonders schwer haben. Aber, so sagt sie, wir Frauen haben auch die Verantwortung uns den Platz im Jazz zu nehmen, der uns zusteht“. Und das tut sie, erfolgreich - mittlerweile.

Ihre Karriere begann in Paris. Ein französischer Filmemacher sah. dass ihr Talent, das in den USA nicht wirklich geschätzt wurde. Er hatte sie in New Orleans getroffen, eine Dokumentation mit ihr gedreht und sie nach Paris eingeladen. In Paris wiederum traf sie auf den kanadischen Musiker und Grammy Gewinner, Chili Gonzales.

„Ich traf ihn 2017 und wir hatten eine Show zusammen. Wir hatten die gleiche Wellenlänge: verrückt, besessen, Rampensäue auf der Bühne. Und Backstage – da habe wir immer unglaublich viel gelacht . Er hörte mir zu, also - was ich auf der Bühne zu sagen hatte. Dann hat er mir ein Test-Aufnahme angeboten. Es lief gut und endete in der Produktion von „Blood Sirene (sprich Sirin).“ Er war eine unglaubliche Hilfe“.

Und Sarah McCoy ist tatsächlich eine Performerin! Ihr Outfit unvergesslich! Sie gestaltet es selbst. Allein der Kopfschmuck ist ein Kunstwerk, Kronen aus Federn und Blumen und was immer sie schön findet. Im Konzert kommentiert sie ihre Songs oft sehr witzig, lacht dabei immer wieder selbst, laut und mitreißend. Eine Powerfrau – die auch die leisen Töne beherrscht.

Und in ihrem Wahnsinns-Outfit singt sie dann Boogieman: „Ich werde dich fangen, in meinem Spinnenentz, ich werde dich lieben, ja, werde dich kauen, dich aufessen – aber keine Angst! – ich lasse dich dann doch wieder frei.“

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