Livestream

Im Moment läuft:

11 Uhr: These Times Are Heavy
Heavy. Metal. Seine Sub-Genres, seine Spielarten und verwandte Musikrichtungen. Vom Nerd - fĂĽr Nerds, und alle anderen. Meist mit Schwerpunktthemen wie musikalisch-stilistischen, geographischen, philosophischen, politischen, textlich-inhaltlichen, kĂĽnstlerbezogenen.

Danach läuft:

12 Uhr: Bizarre
Parole des Bildes: 'Wir streiken bis zur Rente ... ha, ha, ha ...   Text von der Seite von Radio Dreyeckland:   Bernard Schmid: "Dieser Eindruck, der da erweckt wird, ist a...

13 Uhr: Bizarre
Parole des Bildes: 'Wir streiken bis zur Rente ... ha, ha, ha ...   Text von der Seite von Radio Dreyeckland:   Bernard Schmid: "Dieser Eindruck, der da erweckt wird, ist a...

14 Uhr: Forum Funkt
Das Jugenkulturzentrum forum geht auf Sendung! Zweimal im Monat, produziert von dem/der FSJler*in im forum. Untermalt mit viel Musik, beschäftigt sich die Sendung mit den unterschiedlichsten Themen aus dem persönlichen Alltag und dem des forums.

MonatsĂĽbersicht ĂĽber alle Sendungen


Grenzenlos

Antifa und Antira ohne Altersbegrenzung!
Wechselnde Themenschwerpunkte von Bleiberecht bis NS-Justiz. Die Generationen übergreifende Zusammenarbeit an auch lokalen Problemen mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus sowie Aufarbeitung der Geschichte der Opfer und Täter des Nationalsozialismus in Mannheim.
Diese Sendung ist ein zusätzliches Sprachrohr für Themen und Minderheiten, die in den anderen Medien zu wenige Möglichkeiten bekommen, ihre Interessen und Sichtweisen darzustellen.

Die Homepage ist nicht aktuell und stammt noch aus der Anfangszeit der Sendung. Daher sind die neueren Sendungen nicht aufgeführt. Sie zeigt aber, um was es grundsätzlich bei der Sendung geht.

Die Inhalte der neueren Sendungen sind auf www.freie-radios.net zu finden wenn in die Suchmaske das Wort "grenzenlos" eingegeben wird.

Sendende(r): Reinhard Gebhard, Klaus Penner, JĂĽrgen Torunsky

Webseite: http://grenzenlos.bermudafunk.org/index.htm

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Sendungen

Sonntag, 19.01.2014


Orientalische Märchen
Kann man orientalische Märchen im Kampf gegen den Rassismus einsetzen? Diese Frage stellte sich mir, als ich vor zwei Jahren eine Rundreise durch die Türkei machte. Unser Reiseführer bastelte an der Lautsprecheranlage im Bus herum und mit einem Male hörten wir die Stimme von Elsa Sophia von Kamphoevener.
Wer war Elsa Sophia von Kamphoevener?
Sie wurde am 14. Juni 1878 in Hameln geboren und starb am 27 Juli 1963 in Marquartstein. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und Märchenerzählerin.
Sie wuchs in Konstantinopel auf. Ihr Vater war Major und zudem ab 1895 als osmanischer Muschir (Marschall) mit dem Titel eines Paschas ein deutscher Reorganisator der osmanischen Armee.
Sie hatte ein bewegtes Leben und zwei Scheidungen hinter sich, als sie 1933 nach Berlin zog. Sie trat dort in die NSDAP ein, wurde aber nach zwei Monaten wieder aus der "Reichskartei" gestrichen, ihre erneute Bewerbung 1935 wurde abgelehnt. Die Nazis wollten sie allem Anschein nach nicht. Wer ihre Märchen kennt, kann sich den Grund leicht vorstellen.
1942 meldete sie sich als Freiwillige an die Front, um den Soldaten als "Kamerad Märchen" ihre orientalischen Märchen zu erzählen. Aber auch diesmal lehnten die Nazis ab.
1951 wurde sie vom Süddeutschen Rundfunk als Märchenerzählerin entdeckt. Mit zahlreichen Märchensendungen, auch bei nahezu allen anderen deutschsprachigen Rundfunkanstalten, begründete sie ihren Ruf als einmalige Interpretin ihrer orientalischen Geschichten.
Märchen waren zu allen Zeiten die einzige Möglichkeit dem jeweils Herrschenden zu zeigen wie fehlerhaft er war und auch wie fehlerhaft die von ihm beherrschten Günstlinge waren. Die außerordentliche Verachtung der Macht, die in den Märchen offenkundig wurde, war ein Grundanliegen von Elsa Sophia von Kamphoevener. Man kann sich vorstellen, dass die Nazis von solchem "märchenhaften Widerstand" nicht gerade begeistert waren und sie deshalb auch immer wieder ausbremsten.




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