Willkommen bei bermuda.funk
Freies Radio Rhein-Neckar e.V.
11.06.2013
1. Preis der Landeszentrale für politische Bildung für die Sendung bermudafunk.um
Am 4. Juni 2013 ist die Radio-AG der Freien Waldorfschule Frankenthal mit dem 1. Preis von der Landeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet worden. Die AG unter der Leitung von Frau Richter (Lehrerin für Deutsch/Geschichte/ Philosophie und Medien) hat sich gegen 181 Beiträge von 1000 Schüler/innen des Bundeslandes mit einem Hörspiel durchgesetzt. Als technisch brillant, inhaltsstark und kreativ ist es vom Jurymitglied Dieter Gube von der Landeszentrale für politischen Bildung beschrieben worden.
Schüler/innen der 9. Klasse (Alissa Stang, Ellen Rüdiger und Moritz Beinborn) und der 12. Klasse (Ivo Leinhos, Adrian König, Fabian Marzinzik, Jonas Baldenius und Max Becker) der Freien Waldorfschule Frankenthal sowie ein unterstützender Schüler (als pfälzischer Sprecher) der BOS Neustadt a.d. Weinstr. (Martin Schönig) ha ben Klassen übergreifend zusammen im Radioprojekt (Jahr 2012-2013) in der Zusammenarbeit mit dem Freien Radio Bermudafunk in Mannheim ein Hörspiel zum Thema ‚Kreuzfahrt ins Bermudadreieck – Dialekte und ihre Klischees erstellt. Sie haben getextet, kreativ geschrieben und haben dabei auch Sounds erstellt und Musik gemacht. Sie schneiden einzelne Sprachspulen und verstehen den Umgang mit einem Aufnahmegerät. Die Schüler/innen haben angeregt in der Radiogruppe diskutiert und sind kritisch mit dem Thema umgegangen. Das Hörspiel ist im April 2013 als Primäre ausgestrahlt worden.
Projektverlauf
Unsere Radio AG hat sich mit dem Thema Dialekte und Soziolekte auseinandergesetzt. Der Grund dafür ist, dass die Schüler/innen der Ansicht sind, dass dieses Thema ihren Alltag stets begleitet, und dass das Auseinandersetzen mit anderen Kulturen oder regionalbedingten Sprachdifferenzen eine wichtige Grundlage für ihren sozial-kompetenten Umgang ermöglicht.
Erstellt hat jede/r einen Charakter und den dazugehörigen Dialekt beziehungsweise Soziolekt. Den Soziolekt haben die Jugendlichen nicht ausgeklammert, da dieser ebenso die Sprachkultur Deutschlands ausmacht. Mit viel Fleiß haben sich die Schüler/innen den ihnen zum Teil durchaus unbekannten Dialekt zu eigen gemacht.
Inhalt
Die Gruppe hat ein Konzept für das Hörspiel ‚Kreuzfahrt ins Bermudadreieck´ gemacht. Dabei haben sie berücksichtigt, dass die Charaktere trotz der geographischen Entfernungen an einem Punkt zueinander mussten. Eine Kreuzfahrt schien damit eine gute Variante für eine Begegnung von unterschiedlichen Menschen, die sich auch nicht voneinander fortbewegen konnten. Ein Schiffsunglück inszenierten die Schüler/innen, bei dem alle bis auf die Hauptcharaktere fliehen. Nun ist es ihre Aufgabe sich über Sprachdifferenzen und Kulturdifferenzen hinwegzusetzen. Im Laufe der Handlung werden immer mehr Klischees über die Kulturen/Soziokultur und deren Dialekte und Handlungen aufgedeckt. Sprache entfernt die Personen und bringt sie wieder zusammen. Alle müssen an einem Strang ziehen, um ans Ziel zu gelangen und müssen Sprachbarrieren überwinden und versuchen tolerant gegenüber anderen zu sein. Die anfänglich angespannte Situation auf dem Schiff wird schlussendlich von den Personen gemeistert.
Grundpositionen und Erkenntnisse der Arbeitsgruppe sind:
Dialekte verbinden Personen mit demselben Dialekt, entfernen jedoch auch Personen, die unterschiedliche Dialekte sprechen. Menschen mit Dialekte werden nicht immer für ‚voll genommen' und damit abgewertet. Dialekte führen zu Missverständnisse und führen in der geschriebenen Sprache zu Fehlern (d-t, k-g usw.). Man muss wissen, wann Dialekt oder Soziolekt gesprochen werden kann und wann der Dialekt unangebracht ist (Beruf...) Fremde Dialekte sind schwer zu sprechen und vor allem selbst in einen Text zu verwandeln, dafür nutzten wir auch Übersetzungen im Internet. Es gibt Dialekte, die beliebter und verständlicher sind als andere. Auch der Soziolekt ist ein Teil der Kommunikation. Dabei sind in Deutschland Deutschtürk/inn/en und Deutschruss/inn/en häufig (darum werden diese von den Schüler/innen aufgenommen). Die Dialekte werden sehr geschätzt und wirken auch sympathisch. Der pfälzische Dialekt ist für die Gruppe Heimat, doch gerade die anderen Dialekte, die sie nicht kannten und sprachen machten sie neugierig.
Auf dem Bild zu sehen:
Marianne Rohde (stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz), die Radio-AG, Frau Richter und Vizepräsident des Landtags Hans-Hermann Schnabel
31.05.2013
Bootsfahrt mit dem bermuda.funk am 15.06. von 20-24 Uhr
Das bermuda.Boot fährt wieder - mit DJ Superfly und DJ Skaot!
Wer kann fünf Bands oder DJs aufzählen, die richtige Funk-Musik machen? Keiner...? Egal, denn Rettung naht! Das Bermuda Boot bietet eine musikalische Fortbildungsreise an! Serviert werden Funk, Rare Grooves, Elektro-Funk garniert mit Soul und Hiphop, mundgerecht aufbereitet von DJ Superfly. Dazu lädt DJ Skaot ein zu einer tanzbaren Weltreise ein, in der Off-Beats vom ganzen Planeten mit Elektro-Beats funkig kombiniert werden. Zusammen mit einem Schuss Vodka und Revolte entsteht hier eine explosive Mischung, bei der man nicht mehr still stehen möchte.
Karten (10 € / 8 € ermäßigt und für Mitglieder) gibt es ab sofort zu den Bürozeiten im bermuda.funk.
Es empfiehlt sich, rechtzeitig Karten zu besorgen! Erfahrungsgemäß ist das Boot schnell ausgebucht. Reservierungen per Mail an oeffentlichkeit@bermudafunk.org
Abfahrt an der Kurpfalzbrücke Mannheim (Innenstadtseite)
Boarding Time: 19-20 Uhr
Bootfahrt: 20-24 Uhr
Und danach geht's über die Straße zur After-Swim-Party mit Modest Martin vom "Roten Faden" in den Teufel in U3, 16!
22.05.2013
Neue Sendung: Scampylama's Serendipity Selection
Am Mittwoch, den 22.05. startet "Scampylama's Serendipity Selection" - eine Radioshow in deren Zentrum jamaikanische Populärmusik aus allen Epochen steht. Diese wird präsentiert vom Scampylama Soundsystem, dem Wandernden Sound. Getreu des Serendipitätsprinzips, das für glückliche Zufälle steht, werden auf Scampylamas musikalischen Wanderungen öfters auch Genregrenzen überschritten. Die Zuhörer_innen können sich deshalb neben feinstem Reggae, Dancehall und Ska auch auf allerlei andere musikalische Überraschungen freuen.
Live jeden Mittwoch von 16-17 Uhr und im Wiederholungs.funk.
06.05.2013
Wer hat Lust, das Thema Garten/Gärtnern ins Radio zu bringen?
Im Juni soll eine Themensendung Gärten/Gärtnern in der Stadt mit mehrsprachigen/interkulturellen Elementen auf Sendung gehen. Wir planen gemeinsam, nehmen auf, führen Interviews, recherchieren, schneiden und basteln die Sendung zusammen. Im Rahmen des Workshops, der in Kooperation mit dem Projekt zu Mehrsprachigkeit im Freien Radio www.rnb.bermudafunk.org angeboten wird, sind folgende Elemente geplant...
- ein gemeinsamer Besuch im interkulturellen Garten (Termin wird vereinbart) mit Aufnahmen
- individuelle Radioarbeit zum Thema (Recherchen, Interviews)
- ein Tag in den Mannheim Neckargärten (Termin wird vereinbart) mit Aufnahmen
- Kurzworkshops zu Audioschnitt (Termine hier: bermudafunk.org/news/alle-workshops.html)
- ein Samstags- (oder Sonntags-)Workshop (voraussichtlich Anfang Juni) zur Gestaltung der Beiträge und der Gesamtsendung
Es gab bereits ein erstes Treffen. Nun werden Themen vergeben und es wird recherchiert.
Zur Koordination, bei Fragen bzw. wg. Terminabsprachen einfach eine Mail an rheinneckarbabylon [at] bermudafunk.org schicken!
06.05.2013
Workshops, Workshops, Workshops
Es werden noch vor der Sommerpause Workshops zu vielen Radiothemen angeboten. Die ausführlichen Beschreibungen, Infos zur Anmeldung etc. findet ihr unter http://bermudafunk.org/news/alle-workshops.html, allgemeine Infos zur Aus- und Fortbildung im bermuda.funk unter http://bermudafunk.org/aus-und-fortbildung.html
Überblick der aktuellen Workshops:
- Do, 30.5. 19-21.30 Kurzworkshop Audioschnitt mit Audacity
- Sa, 22.6. Vorproduktion mit Audacity
- Sa, 29.6. Medien- und Urheberrecht
Die Samstagsworkshops sind immer von 10-18 Uhr, bei kürzeren Workshops sind die Zeiten angegeben. Alle Workshops finden, soweit nicht anders angegeben, in den barrierfreien bermuda.funk-Räumen im Alten Volksbad in der Mannheimer Neckarstadt West statt.
29.04.2013
Erfolgreiches Zukunftslabor
Zwei Tage lang haben bermuda.Funker_innen am vergangenen Wochenende Ideen für das Radio der Zukunft entwickelt. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, das Radio der Herzen noch schöner, besser, vielfältiger, kritischer und interessanter zu machen! Im nächsten Schritt werden wir daran gehen, die erarbeiteten Vorschläge konkret umzusetzen. Das nächste Zukunftslabor ist für den Herbst geplant.
25.04.2013
Querbeat im "Zum Teufel"
Die DJ-Reihe des bermuda.funk und des Teufel in U3, 16 in Mannheim, bei der man seine(n) Lieblings-Sendungsmacher(in) live und in Farbe bzw. Action erleben kann, geht weiter! Am Freitag, den 26.04. legen Viktor von der Sendung Querbeat und Peter Tanzbares querbeet durch die Genres von Jazz über Rock und Rap bis Elekto auf.
Nächster Termin ist am 24.05.: „Nachttanz.funk feat. Las Cucarachas Locas“ - Ska, Polka, Cumbia, Jungle, Drum´n Bass Reggae-Tanzflur-
Am 25.05. geben sich dann DJ Dog und RRRunzelhund SoundZ die Ehre.
15.04.2013
Neue Sendung: Zeit aus der Tube
Die Sendung befasst sich mit aktuellen Themen der Tagespolitik oder was den Sendungsmacher_innen gerade so durch den Kopf geht.
Das Thema wird in der Regel kurzfristig eine Woche vorher festgelegt und dann startet die möglichst umfassende Recherche. Neben aktuellen Wahlkampfthemen findet man so auch interessante Beiträge über menschliche Selbstentzündung, den aktuellen Mondzyklus und aktuellere Themen aus der KernSpinForschung. Das Ganze wird mit der passenden Musik in gewohnt guter Manier untermalt.
Jeden 3. Dienstag 22 Uhr und im wiederholungs.funk
06.04.2013
Neue Sendung: Occupy The Radio
Am Mittwoch, den 03.04.2013 ist die Sendung "Occupy The Radio" gestartet. Wer sich immer schon einmal gefragt hat, ob er der allerorts kolportierten Mär von der Politikverdrossenheit glauben schenken soll, was eigentlich aus dem Protest gegen Banken und Finanzkapitalismus geworden ist und wo er oder sie die entsprechenden Informationen zur politischen Lage, der Krise und dem Zustand unserer Gesellschaft aus der Sicht der 99% erhält, der ist hier an der richtigen Adresse. Occupy Mannheim ist eine Gruppe von politisch engagierten Menschen, die in dieser Form seit Oktober 2011 existiert und sich im Großraum Mannheim/Ludwigshafen für eine andere Welt einsetzt. Sie sind Teil der weltweiten Occupy-Bewegung und okkupieren nun einmal pro Monat immer am 1. Mittwoch um 21 Uhr den Äther.
06.04.2013
Neue Sendung: Boiling Point
Am Sonntag, den 07.04.2013 um 17 Uhr ist die Sendung "Boiling Point" gestartet: Von SSD über Infest bis hin zu Bolt Thrower soll in der Sendung vor allem Platz sein für schnelle, laute Musik, die mit dem Mainstream wenig bis nichts zu tun hat. Für alle Freunde von Rückkopplung, Geknüppel, DIY, Inhalten und rauhem Sound.
Hin und wieder wird's mal Themensendungen geben und eventuell auch mal Gäste.
Jeden 1. Sonntag im Monat und im Wiederholungs.funk.
06.04.2013
Neue Sendung: Wortschau
Am Montag, den 29.04.2013 startet die Sendung "Wortschau". Mit ihrem Titel nimmt sie Bezug auf die Literatur an sich, also auf das geschriebene und zu lesende Wort und auf die gleichnamige Literaturzeitschrift, welche sich seit fast sechs Jahren mit vier Ausgaben pro Jahr zu Wort meldet.
„Neue“ Protagonisten sind Wolfgang Allinger und Peter Reuter, beide sind Herausgeber und Redakteure der „WORTSCHAU“.
Satirisch, dadaistisch und experimentell, dies sind die Parameter, welche den Sendungen zu Grunde liegen. Literaturformen jeglicher Ausprägung und Stilart werden vorgetragen, gelesen, geschrieben.
Live jeden 5. Montag von 20-21 Uhr und im Wiederholungs.funk.
04.04.2013
Rock'n'Rolligion meets bermuda.funk at "Zum Teufel"
Der bermuda.funk und der Teufel in U3, 16 in Mannheim starten am kommenden Samstag eine gemeinsame DJ-Reihe, bei der man seine(n) Lieblings-Sendungsmacher(in) live und in Farbe bzw. Action erleben kann. Der bermuda.funk bringt also nicht nur im Radio die Ätherwellen zum schwingen, sondern am 06.04. ab 22 Uhr auch im Teufel: Die Sendungsmachenden der Musiksendungen DER ROTE FADEN und RAD geben sich die Ehre und werden an diesem Abend zwar ihre Stimmbänder, jedoch nicht die Plattensammlung schonen.
Wer die Sendungen bereits gehört hat, weiss ungefähr was auf ihn zukommt: BorderlineGarage, Rock, Experimental, Noise, 60s R'N'B, Beat, ProtoPunk, Gospel Yeh Yeh, 80s & 90s Indie, Kraut, NDW, Psychedelic, DreckBlues, Disco und zeitgenössischer Ferz stehen zur Auswahl!
Die Räumlichkeiten bieten zwei Bars, einen Raucherraum samt Tischkicker und Sitzmöglichkeiten, sowie den Nichtraucherbereich samt Sitzmöglichkeiten inkl. Sofas, und natürlich das DJ-Pult. Wir erwähnen das hier nur, weil schon diverse Leute berichtet haben, sie wüssten gar nicht, dass sich hinter dem Raucherraum noch ein weiterer Raum befindet.
RAD! ist die zweistündige Musiksendung von beta. Gespielt wird Musik, dazu gibt es Informationen, ab und an Literarisches und Themensendungen sowie Interviews. Eklektizismus ist das Stichwort - Genres verschmelzen, neu trifft alt, gern schräg, oft weird. Melodie trifft Lärm, irrsinnige Vergleiche machen Sinn.
Live jeden 1. Sonntag ab 18 Uhr
Martin Müller spannt den ROTEN FADEN: Er zieht sich durch Nettes und Schräges, mal lauter mal leiser, wenn er nicht reißt oder verloren geht. Die fadenscheinige Musiksendung für Wachgebliebene!
Live jeden Dienstag ab 0 Uhr
28.03.2013
radio.wandern: Frühjahrswanderung am 14.04.2013
Der bermuda.funk wandert gemeinsam mit dem Buero für Angewandten Realismus vom Bahnhof Bellheim zum Bahnhof Germersheim über PWV Schleusenhaus.
Die Hinfahrt und die Rückfahrt erfolgen mit der S-Bahn.
Abfahrt: 09.10 Uhr Hauptbahnhof Ludwigshafen
Rückfahrt: Ab Bahnhof Germersheim 15.49, 16.12, 16.38, 16.49, 17.12, 17.49 Uhr
Mitwandern kann jede(r), auch Nicht-Mitglieder: Einfach rechtzeitig am Treffpunkt sein!
Wegcharakter:
Die Wanderung verläuft in flachem Gelände. Die Wege sind größtenteils befestigt und kinderwagentauglich. Die Wegabschnitte in der Hördter Rheinaue (Fischteiche) und an den Sondernheimer Tongruben sind je nach Wetterlage mehr oder weniger aufgeweicht. Festes Schuhwerk und eine gewisse Geländetauglichkeit der Kinderwagen sind hier erforderlich.
19.03.2013
Interview mit Thomas Kuban über sein Buch "Blut muss fließen. Undercover unter Nazis"
Was geht im Neonazi-Untergrund wirklich vor? Seit der Enttarnung der Zwickauer Terrorzelle ist das öffentliche Interesse an dieser Frage groß. Der Journalist Thomas Kuban, sein Name ist ein Pseudonym, hat neun Jahre lang undercover mit versteckter Kamera im braunen Untergrund recherchiert, vor allem bei Rechtsrock-Konzerten. Eine Dokumentation darüber mit dem Titel „Blut muss fließen“ lief 2012 auf der Berlinale. Wir haben mit Kuban über sein im Oktober 2012 erschienens gleichnamiges Buch gesprochen.
Das Interview kann hier angehört werden: http://www.freie-radios.net/54318
Die Recherchen von Thomas Kuban, der in TV-Interviews nur maskiert und verkleidet auftritt, sind buchstäblich einzigartig. Noch nie zuvor ist jemand über einen derart langen Zeitraum den Neonazi-Aktivisten so nahe gekommen. Kuban hat mehr als 30 konspirative Rechtsrock-Konzerte in acht Ländern Europas gefilmt und insgesamt rund 90 Undercover-Drehs in der Szene absolviert, die längst zu einer Bewegung herangewachsen ist. Seine Filmdokumente sind verstörende Innenansichten eines menschenverachtenden Milieus, in dem Nazis Konzerte als rechtsfreie Räume nutzen.
In seinem Buch bietet Kuban Informationen und Eindrücke, die sich in Bild und Ton nicht vermitteln lassen. Er gibt tief gehende Einblicke in die Neonazi-Szene und erläutert seine Arbeit und sein Vorgehen. So beschreibt Kuban, wie er das Vertrauen der „Kameraden“ gewonnen hat und was sie ihm im Laufe der Jahre – insbesondere per E-Mail – alles verraten haben. In einer spannenden stilistischen Kombination aus Reportage, Leitartikel und Essay ordnet Kuban die Entwicklungen ein, die er verfolgt und dokumentiert hat. Da sein Schwerpunkt auf der Musikszene liegt, ergibt sich so ein beeindruckendes Gesamtbild der neonazistischen Musik- und Jugendkultur in Europa, innerhalb derer gewaltbereiter Nachwuchs rekrutiert wird. Kuban stellt in seinem Buch das einflussreiche „Blood&Honour“-Netzwerk vor, porträtiert prominente Szene-Bands und -Musiker (Landser, Race War, der Liedermacher Frank Rennicke), und geht auf Verflechtungen der Neonazis mit der Black Metal-Szene und dem Umfeld der Hells Angels ein. Themen, die über die jugendkulturelle Dimension hinausgehen sind unter anderem die Rolle des Staates (Behörden, Polizei, Politik),fremdenfeindliche Agitation in CDU und CSU, die Funktion der NPD, weibliche Neonazis, Kubans technisches Vorgehen und soziales Vordringen in die Szene, Reaktionen von Neonazis auf die TV-Veröffentlichungen seiner Filmdokumente.
Der Autor
Thomas Kuban ist das Pseudonym eines Journalisten, der seit knapp 15 Jahren in der europäischen Neonazi-Szene recherchiert, seit 2003 mit versteckten Kameras. Zuletzt wurde auf der Berlinale 2012 der Dokumentarfilm über seine Arbeit mit dem Titel "Blut muss fließen" (Regie und Produktion: Peter Ohlendorf) gezeigt.
Thomas Kuban
Blut muss fließen
Undercover unter Nazis
2012, Klappenbroschur, 288 Seiten D 1
9,99 € / A 20,60; ISBN 978-3-593-39802-0
Erscheinungstermin: 8. Oktober 2012
19.03.2013
Neue Sendung: Love & Hate
Am Dienstag, den 02.04.2013 um 22 Uhr startet die Sendung "Love & Hate".
„Love and Hate“ – findet die Musik der großen Gefühle, der poetischen
Momentaufnahmen und der klaren Statements. „Love and Hate“ – porträtiert Musiker, eine Band, ein ganzes Album oder auch nur einen Song, die Emotionen auslösen, die polarisieren, die ihre Liebe oder ihren Abscheu in musikalische Gewänder kleiden im Sinne humanistischer Ideale. „Love and Hate“ – ein Hort heißer Gefühle in einer kalten Welt.
Jeden 1. Dienstag von 22-24 Uhr.
13.03.2013
Neue Sendung: Böhmische Dörfer
Am Sonntag, den 17.03.2013 um 14 Uhr startet die neue Sendung "Böhmische Dörfer" - coole Musik aus Osteuropa jeglicher Musikrichtung, die NICHTS mit Polka oder ähnlichem zu tun hat, sondern eine Sendung, die Rock, Pop, Punk, Metal, Reggae, Hip Hop etc. aus allen möglichen slavischen Ländern zu euch bringt.
Jeden 3. Sonntag 14 Uhr
20.02.2013
Rhein-Neckar Babylon - lokaler und mehrsprachiger Radiojournalismus
Wir suchen Menschen, die über aktuelle lokale Ereignisse berichten wollen, seien sie aus dem politischen, dem kulturellen oder dem sportlichen Bereich. In gezielten und kostenlosen Workshops werden die notwendigen Grundkenntnisse des Radiojournalismus vermittelt: Recherche, Aufnahmetechnik, Interviewführung, Audioschnitt, Mediengesetze und Moderation sind einige der Dinge, die Du bei uns lernen kannst.
Fremdsprachen klingen hier nicht mehr so fremd... „Rhein-Neckar Babylon" will über lokale Ereignisse und Themen über jegliche Sprachgrenzen hinaus berichten. Herzlich willkommen sind Menschen, die entweder mehrsprachige Kompetenzen mitbringen oder Interesse haben, im Tandem oder in einer Gruppe mit Muttersprachler_innen anderer Sprachen zusammen Radio zu machen.
Fremdsprachen- sowie Radiokenntnisse sind aber nicht erforderlich, weil eine gegenseitige Unterstützung durch Tandem-Arbeit erfolgt.
Die produzierten Beiträge werden in dem Infomagazin „Sonar“ gesendet, bei dem jede/r auch selbst moderieren kann.
Mach mit! Melde Dich bei rheinneckarbabylon [at] bermudafunk.org
Infos: www.bermudafunk.org/projekt
Tel. 0621-3009797
Workshopinhalte:
- Recherche über lokales Geschehen
- Die Live-Sendung: Technik und Moderation
- Interviewführung
- Audio-Schnitt
- Reportage und Feature
Je nach Bedürfnissen der Teilnehmer_innen finden die Workshops abends oder am Wochenende statt.
18.02.2013
Radiocamp am Bodensee vom 08. bis 12. Mai 2013
Direkt am Bodensee auf dem DGB-Jugendcamp Markelfingecampen treffen sich alljährlich seit nunmehr 18 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakteknüpfen und zum Produzieren.
Vom 08. bis 12. Mai 2013 werden unterschiedlichste Radioworkshopsangeboten: ob nun redaktionell, technisch oder theoretisch interessiert, Neues zu erfahren gibt es auf allen Gebieten. Und da die Workshops noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittenen gestillt, sondern auch das Kontakte knüpfen, Neue-Leute-Kennenlernen, Spaß-Haben und Diskutieren kommt nicht zu kurz.
In den vergangenen Jahren trafen sich hier Radiomacher_innen undGewerkschaftler_nnen allen Alters und aus allen Ecken der Erde, so soll es auch dieses Jahr werden. Bis Mai also!
Mehr Infos:
http://www.aff-bawue.org/radiocamp13.htm
http://www.aff-bawue.org/campinfos13.htm
Programm 2013:
http://www.aff-bawue.org/workshop13.htm
Anmeldung: http://www.aff-bawue.org/anmeld2013.htm
Workshops 2013
- On air – Einführungskurs
Eine praktische Einführung ins Freie-Radiomachen
- Mediale Nadelstiche
das konfrontative Interview
- Sprechen für das Mikrofon
Konzentration, Imagination, Gestik, Mimik - alles wichtige für das Sprechen im Radio
- Queerfeministische Workshopkonzepte und queerfeministische Radiopraxis
- Musik-Beats-Mucke
...sie darf/dürfen nicht zu kurz kommen. Jedoch wie am besten damit umgehen?
- Wie mache ich Jugendradio?
Sprechtraining für eine gute Moderation und Beitragsgestaltung/Audioschnitt im Jugendradio
- BarriereFreies Radio
Welche Barrieren existieren für Menschen mit Behinderungen in Freien Radios und was kann gegen sie getan werden?
- Briefgeheimniss 2.0.
Private Kommunikation im World Wide Web des 21. Jahrhunderts.
- Zip-FM
Dem Verschwinden der Infosparten in den Freien Radios entgegenwirken.
- Geocoding
Was läuft wo? - Beiträge auf Internet-Landkarten
- Die Reportage
Die verschiedenen Formen kennen und produzieren lernen.
- Alternativen in der Krise
Ein Einblick in die Protestbewegung und in positive, kreative Alternativen in Spanien und Portugal
- Gutes Programm im Freien Radio
Offene Diskussion über Qualität
- Ein neues DAB Netz (LIMUS)der freien Radios in der Schweiz ermöglicht die dringend notwendige Innovation und mehr Vielfalt.
- Das Radiojingle
Eigenwerbung und Programmankündigungen gut gemacht!
- Workshop für Stimm- und Körperarbeit
16.02.2013
Sondersendetag zur NPD-Kundgebung am Alten Messplatz am 16.2.
Die NPD hat am 16.2.2013 versucht, eine Kundgebung unter dem Motto "Für Sicherheit durch Recht und Ordnung" durchzuführen.
Der bermuda.funk hat an diesem Tag von 8 bis 17 Uhr mit Interviews und Hintergrundberichten über die aktuelle Lage informiert. Dazu gab es jede Menge antifaschistisches Liedgut.
Unter der 33939802 konnte man im Studio anrufen und die neuesten Entwicklungen durchgeben, was sehr rege genutzt wurde.
Der Alte Messplatz wurde von mehreren Seiten mit dem bermuda.funk beschallt. Die acht Nazis auf dem Platz konnten sich mit ihren Parolen gegen die lautstarken Proteste der Demonstrant_innen und den bermuda.funk nicht durchsetzen. Die anderen Nazis konnten aufgrund der Blockaden nicht auf den Platz gelangen. Um 13 Uhr verließ der gelbe Bus mit den NPDlern den Messplatz. Im Anschluss versuchte eine Handvoll Nazis, Kundgebungen in Ludwigshafen und auf der Rheinau durchzuführen.
Weitere Infos unter www.mannheim-gegen-rechts.de und www.akantifa-mannheim.de.
PRESSE:
www.rnf.de/video-portal/sendung/videos/show/npd-demonstration-gescheitert-mannheimer-buerger-leisten-friedlichen-widerstand.html
www.lokalmatador.de/video/746b7b5f7a714e8fac409782956cdf64/nachrichten/mannheim-blockaden-gegen-npd-kundgebung
www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11014286/c978wz/
http://www.youtube.com/watch?v=WasLqh5cmOY&feature=youtu.be
www.rnz.de/MetropolMannheim/00_20130217083322_103457321_Demonstranten_verhindern_NPD_Kundgebung_.php
www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/geballter-protest-gegen-rechte-1.918418
www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/bundnis-hofft-auf-moglichst-viele-teilnehmer-1.916763
www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/ein-stadtteil-macht-mobil-mit-musik-gegen-rechte-parolen-1.913546
13.02.2013
Welttag des Radios: UNESCO betont die Bedeutung der Community Radios
Die UNESCO hat den 13. Februar zum Welttag des Radios erklärt. Er soll auf die wichtige Bedeutung dieses Mediums aufmerksam machen. Ohne das Radio wären viele Menschen von Informationen ausgeschlossen. Lokale Rundfunkstationen sind in abgeschiedenen Regionen oft die einzige Informationsquelle. Das Radio ist das Massenmedium mit der größten Hörerschaft weltweit. Gleichzeitig ist es ein sehr kostengünstiges Kommunikationsmittel. Die UNESCO unterstützt im Rahmen ihres internationalen Programms zur Medienförderung (IPDC) den Aufbau von Radiostationen in ländlichen und isolierten Gebieten. Unabhängige Radiostationen versorgen die Menschen mit Informationen in ihrer lokalen Sprache und ermöglichen es ihnen, an der öffentlichen Diskussion und am demokratischen Meinungsbildungsprozess teilzuhaben.
Mehr Informationen gibt es unter: http://www.unesco.de/0212_weltradiotag.html
Das UNESCO-Handbuch Community Media informiert über Good-Practice-Modelle und innovative Radioprojekte in aller Welt: http://unesdoc.unesco.org/images/0021/002150/215097E.pdf
11.02.2013
Schicke bermuda.funk-Kugelschreiber eingetroffen!
Unsere neuen bermuda.Kugelschreiber sind da! Aus biologisch abbaubarem Material und nachwachsenden Rohstoffen. Gibt's hier bei uns im bermuda.funk oder auf Anfrage.
11.02.2013
Radio-Luft schnuppern oder selbst senden in unserem Info-Magazin "Sonar"
Möchtest Du live senden? Am 2. und 4. Dienstag im Monat wird das Info-Magazin "Sonar" vom Projekt „Rhein-Neckar Babylon“ übernommen. Wer bei der Live-Sendung mitmachen oder auch nur zuschauen möchte, kann gerne um 15:30 Uhr ins Studio kommen. Anschließend findet ein Redaktionstreffen statt, bei dem jede/r eigene Ideen für Beiträge vorstellen kann.
Voranmeldung: rheinneckarbabylon@bermudafunk.com
04.02.2013
AFF kritisiert den Entwurf der NKL-Förderrichtlinien 2013
Die Assoziation Freier Gesellschaftsfunk Baden-Württemberg e.V. hat eine Stellungnahme zu den neuen Förderrichtlinen veröffentlicht.
Die Freien Radios in Baden-Württemberg leisten seit vielen Jahreneinen sehr hohen Beitrag zur Vielfalt im Rundfunk von Baden-Württemberg und der Beteiligung der hier lebenden Menschen am Hörfunk. Das Engagement der vielen Ehrenamtlichen wird nur durch wenige Hauptamtliche unterstützt - im bermuda.funk ist das nur eine halbe Stelle für Büro und Organistation sowie eine viertel Stelle für Öffentlichkeitsarbeit und Mitgleiderverwaltung! Dies führt zu einem Verschleiß bei Ehrenamtlichen wie Hauptamtlichen. Aus diesem Grund sind wir über jede Erhöhung der Förderung aus den Rundfunkgebühren froh.
Die mit dem Haushalt 2013 der LfK beschlossen Mittel verbessern die Situation der NKL-Veranstalter jedoch nicht substanziell. Die vom Landesgesetzgeber durch die Gesetzesänderung vorgegebene Zielrichtung war weitergehend.
Die Mittel müssen möglichst effektiv eingesetzt werden. Hier weist der Entwurf der Förderrichtlinien weitere erhebliche Schwächen auf. Die einzelnen Kritikpunkte können unter
http://www.aff-bawue.org/AFF-Stellungnahme_LfK-FRL2013.pdf nachgelesen werden. Alle Stellungnahmen und weitere Informationen über die Assoziation Freier Gesellschaftsfunk Baden-Württemberg e.V. gibt es unter http://www.aff-bawue.org.
26.01.2013
Zwei Jahre "Querbeat"
Die Sendung "Querbeat" feierte am Samstag, den 26.1. von 20-22 Uhr und dann nochmal von Mitternacht bis 6 Uhr ihr zweijähriges bermuda.funk-Jubiläum! In Game: of course Faruk & Viktore, Sen-Ben Disko, Super-Latif, Ashik Bülbül, Badman Disko, Tom & Jerry, BATMAN & HE-MAN and his sister Sheela, phoncall from another time, and many more for u. just for u and for god & love.
17.01.2013
Neue Öffnungszeiten des Büros!
Wir haben unsere Büroöffnungszeiten vereinheitlicht:
Montag 16-19 Uhr
Dienstag 10-13 Uhr
Mittwoch 10-13 Uhr
Donnerstag 16-19 Uhr
15.01.2013
Frisch eingetroffen: Bestickte Kapuzenjacken in grau und schwarz!!
Flauschige, mit dem bermuda.Logo bestickte Kapuzenjacken mit Reißverschlus aus 100 % GOTS-zertifizierter Biobaumwolle, unter fairen Bedingungen hergestellt und klimaneutral produziert. Für Kids, Frauen und Männer! Zum Preis von nur 20 € für Mitglieder und 25 € für alle anderen im Büro des bermuda.funk zu kaufen. Reservierungen per Mail an oeffentlichkeit@bermudafunk.org möglich.
24.12.2012
Wir wünschen euch ein tolles neues Jahr 2013!
Der bermuda.funk wünscht allen Hörer_innen, Sendenden und Freund_innen des Freien ein fulminates und vor allem glückliches neues Jahr!
18.10.2012
bermuda.funk bald nur noch über das Internet zu hören?
PRESSEMITTEILUNG: Mehr Gehör für gesellschaftliche Gruppen
Die Assoziation Freier GesellschaftsFunk (AFF) wehrt sich gegen den Vorstoß von LfK-Präsident Langheinrich, den Freien Radios ihre Frequenzen zu nehmen und sie ins Internet zu verbannen.
Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LfK), Thomas Langheinrich (CDU), hat sich bei einer Tagung der Friedrich-Ebert-‐Stiftung zum Thema "Sozialer Zusammenhalt durch Bürgerfunk" zu seiner persönlichen Vision der Zukunft der Freien Radios in Baden-Württemberg geäußert (siehe Pressemeldung der LfK vom 15.10. "Mehr Gehör für gesellschaftliche Gruppen").
Was Langheinrich hier als "Digitalisierungsschub" bezeichnet, ist in Wahrheit eine Kampfansage an die Meinungsvielfalt in der Baden-Württembergischen Medienlandschaft und der Versuch, dem Bürgerfunk im Land die UKW-Frequenzen zu nehmen und die zehn Freien Radios in das Internet zu verbannen.
Die grün-rote Landesregierung von Ministerpräsident Kretschmann hatte in ihrer Koalitionsvereinbarung versprochen, für die Freien Radios "eine Lanze zu brechen":
"Unverzichtbar in einer pluralistischen Gesellschaft sind die Bürgermedien, die nichtkommerziellen Freien Radios. Deren finanzielle Situation muss verbessert werden, damit die Trägervereine eine Mindestausstattung und damit einen regelmäßigen Sendebetrieb gewährleisten können und auch mittelfristig Planungssicherheit haben." (aus dem Koalitionsvertrag der grün-roten Landesregierung)
Mit einer Gesetzesnovelle, die in der letzten Woche in der ersten Lesung den Landtag passiert hat, sollen nun die ersten Schritte dafür gemacht werden. Die LfK erhält demnach mehr Geld für die Förderung von Medienkompetenz und Bürgerbeteiligung im Land. Medienkompetenzbildung ist, neben der Schaffung eines freien Zugangs zu Medien für gesellschaftliche Gruppen, eine der zentralen Aufgaben der Freien Radios.
Außerdem wird im Gesetzestext die Deckelung der möglichen Förderungssumme für NKL (nicht-kommerziellen Lizenznehmern) aufgehoben und eine Bestimmung eingefügt, dass die LfK die Bemühungen von NKL fördern soll. Bisher wendet die LfK im bundesweiten Vergleich, sowohl was den Haushalts-Anteil der Bürgermedien-Förderung, als auch was die rechnerische Förderung pro Bürgermedien-Standort betrifft, die wenigsten Mittel für Bürgermedien auf. Leider wurde hier im Gesetz weder eine Mindestausstattung festgelegt, wie es der Koalitionsvertrag versprochen hatte, noch die Art der Verwendung der zusätzlichen Mittel genauer definiert. So bleibt es nun der Interpretation der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) und ihrer Gremien überlassen, über die Verwendung des Geldes zu bestimmen.
Die grün-rote Regierung legt damit also das Geschick der Freien Radios im Land in die Hände eines den Freien Radios alles andere als wohlgesonnenen Behördenpräsidenten – obwohl doch sein vergangenes Handeln (und das der schwarz-gelben Regierungen der letzten Jahrzehnte) für die miserable Situation des regionalen Bürgerfunks verantwortlich zeichnet.
Auf einer Tagung zur Zukunft des Bürgerfunks in Baden-Württemberg machte LfK-Präsident Langheinrich nun, gegen den erklärten Widerstand von Wissenschaft, Medienrat und AFF (Assoziation Freier GesellschaftsFunk, der Landesverband der Freien Radios), deutlich, dass "durch die Einsparung von Leitungs- und Senderkosten im UKW-‐Netz weitere Gelder für die Gestaltung von Programm frei werden könnten". Die Aussage heißt unserem Verständnis nach im Umkehrschluss, dass sämtliche zusätzliche Gelder, welche die Landesregierung den Freien Radios zukommen lassen möchte, laut seiner Vision in den "Übergang der Freien Radios in die digitale Welt" investiert werden. Das bedeutet aber mitnichten die Aufnahme der NKL in den digitalen Rundfunk (außer vielleicht mit einem einzigen DAB-Kanal), sondern die Abschiebung in das Internet. Dies wäre das Ende der Freien Radiolandschaft in Baden-Württemberg, denn Internetradios erreichen nur einen sehr geringen Bruchteil der HörerInnen, welche die Freien Radios im UKW-‐Netz erreichen können. Während die NKL seit rund zehn Jahren die digitalen Mittel nutzen und neben der Verbreitung im Kabel und UKW-Netz über Livestreams (und Podcasts) auch im Internet "senden", hören nach wie vor ca. 98% ihrer HörerInnen die Sender über die normalen Radionetze. Wenn die Sendungen der Freien Sender also in Zukunft, wie Langheinrich es wünscht, keine HörerInnen mehr erreichen, ist damit zu rechnen, dass ein Großteil der freiwilligen Sendungsmachenden und ehrenamtlichen Redakteure ihre Arbeit einstellen werden.
Jahrelang hat die LfK unter Langheinrichs Präsidentschaft den Freien Radios die adäquaten Finanzmittel für ihre gesetzliche Aufgabe verweigert, gesellschaftlichen Gruppen mit eigenen Programmbeiträgen Zugang zum Rundfunk zu ermöglichen. Seit Jahren erwirtschaften die NKLs den größten Teil ihrer Jahresbudgets aus anderen Quellen – mit entsprechendem Mehraufwand für die so schon vollkommen überarbeiteten MitarbeiterInnen. Ohne diesen Mehraufwand wäre gar keine medienpädagogische Arbeit mehr möglich. Wenn Herr Langheinrich nun den gesellschaftlichen Gruppen eigene Hörfunkwebauftritte "in Aussicht stellt", so hat er bis heute den Unterschied zwischen Rundfunkveranstaltern mit ihren Programmen und einem flächendeckenden "Offenen Kanal" nicht verstanden. Letzterer war übrigens in Baden-Württemberg gesetzlich nie gewünscht.
Die AFF fordert für die Freien Radios im Land eine finanzielle Mindestausstattung über eine Grundförderung von jährlich 240.000 Euro pro NKL zur Finanzierung der technischen Infrastrukturen und jeweils drei Vollzeitstellen zur Organisation der ehrenamtlichen Sendungsmachenden und der Verwaltungsarbeit der Radios. Damit würden die Veranstalter, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht, "Planungssicherheit erhalten". Zur Zeit hat ein Anbieter mit Vollfrequenz ca. 52.000 Euro Grundförderung zur Verfügung. Dies führt zu einem unverantwortlichen und nicht vertretbaren Verschleiß der haupt- und ehramtlichen MitarbeiterInnen.
Darüberhinaus fordert der Verband eine bessere Abdeckung im UKW-Netz und in Zukunft auch bei digitalisierten terrestrischen Rundfunkkanälen, so dass jede(r) BürgerIn im Land in der Lage ist, zumindest ein Freies Radio zu empfangen.
Von der grün-roten Landesregierung erwarten wir eine öffentliche Stellungnahme zu der Pressemeldung der LfK und die Klarstellung, dass die Interpretation von LfK-Präsident Langheinrich den politischen Willen, der hinter der Gesetzesnovelle steht, grob missachtet: In der Begründung zur Novellierung des Gesetzes heißt es auf S. 6:
"Die nichtkommerziellen Veranstalter leisten einen wichtigen Beitrag für die aktive Bürgergesellschaft. In ihren Programmen kommen Themen aus den Bereichen Kleinkunst, alternative Kunst oder lokales politisches Geschehen zur Sprache, für die sonst kaum alternative Verbreitungsplattformen zur Verfügung stehen. Um in Zukunft eine angemessene Förderung der nichtkommerziellen Veranstalter zu gewährleisten, soll die starre Festlegung einer Förderhöchstgrenze aufgehoben werden"
Dass ein Internetradio professionelle Berichterstattung bei diesen Themen nicht leisten kann, sollte offensichtlich sein. Weiter heißt es auf S. 8 der Begründung:
"Mit der Streichung der Förderhöchstgrenze wird es der Landesanstalt für Kommunikation ermöglicht, die finanzielle Situation der nichtkommerziellen Veranstalter dauerhaft zu verbessern. Dadurch soll unter anderem der regelmäßige Sendebetrieb der nichtkommerziellen Veranstalter abgesichert werden."
Wir interpretieren das Wort "Sendebetrieb" hier ausdrücklich nicht als Verbreitung über das Internet, sondern als eine Versorgung der BürgerInnen mit den Inhalten der Freien Radios über die herkömmlichen (und leicht zu erreichenden) Vertriebswege (UWK, Kabel-Radio, digitale terrestrische Frequenzen). Das Internet kann und soll hier ausschließlich als ergänzendes Medium dienen, um einen möglichst großen Teil der Gesellschaft zu erreichen. Die Landesregierung wünscht ausdrücklich eine finanzielle Absicherung der nicht-kommerziellen Anbieter und das Ende ihrer jahrelangen Notlage – daher auch die Einarbeitung einer Soll-Bestimmung in das Gesetz. Die LfK wird deutlich angehalten, NKL und Medienpädagogik adäquat zu ihren Aufgaben und politischen Zielen zu fördern.
Die neue Landesregierung steht nach eigener Aussage für die Meinungsvielfalt im Land und für eine Demokratieform unter den Gesichtspunkten der aktiven Bürgerbeteiligung. In diesem Sinne wird die Medienanstalt unter einem Präsidenten Langheinrich mit Sicherheit nicht handeln. Hier muss der Gesetzgeber aus unserer Sicht nachbessern.
Die Freien Radios in Baden-Württemberg sind gern zum Dialog bereit. Wir bieten der Landesregierung an, bei der Gestaltung einer neuen Medienlandschaft in Baden-Württemberg, in der echte Bürgerbeteiligung möglich ist, aktiv mitzuwirken und unsere langjährige Erfahrung zur Verfügung zu stellen. Die Organisation dieser Veranstaltung war ein Anfang des Dialogs – doch die Worte des Präsidenten haben sicher allen Anwesenden gezeigt, dass noch ein langer Weg vor uns liegt, bevor eine aktive, effiziente und nachhaltige Bürgerbeteiligung im Land möglich ist.
Für Rückfragen:
Timo Stadler, Querfunk Karlsruhe: 0179-3813389
Chris Wohlwill, Freies Radio Wüste Welle TÜ/RT: 0179-9179025
17.10.2012
Lokalreporter_Innen gesucht!
Menschen, die über aktuelle lokale Ereignisse berichten wollen, seien sie aus dem politischen, dem kulturellen oder dem sportlichen Bereich, sind uns willkommen. Die produzierten Beiträge werden dann auch tatsächlich im Radio gesendet!
Im neuen Projekt des bermuda.funk „Rheineckar-Babylon“ hast Du die Möglichkeit zu lernen, wie das geht: Aufnahmetechnik, Interviewführung, Audioschnitt, Mediengesetze und Moderation sind einige der Dinge, über die Du etwas bei uns lernen kannst.
Die Zusammenarbeit mit Menschen, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, ist auch ein Aspekt des Projekts. Fremdsprachenkenntnisse sind aber nicht erforderlich!
Trau Dich!
Mach mit!
04.10.2012
Unser neues Projekt "Rhein-Neckar Babylon" startet!
Französisch, Badisch, Türkisch, Englisch, Hochdeutsch, Italienisch, Pfälzisch, Swahili, Spanisch... still lost in translation?
Fremdsprachen klingen hier nicht mehr so fremd... Wir suchen Menschen, die entweder mehrsprachige Kompetenzen mitbringen oder Interesse haben, im Tandem oder in einer Gruppe mit Muttersprachler_innen anderer Sprachen zusammen Radio zu machen. Auch Menschen, die einfach über aktuelle lokale Ereignisse berichten wollen, seien sie aus dem politischen, kulturellen oder sportlichen Bereich, sind uns willkommen, auch ohne den fremdsprachlichen Aspekt.
In der Rhein-Neckar Region begegnen wir täglich viele Sprachen. Manche klingen vertrauter, manche weniger. Wir verstehen manchmal Wörter oder sogar Sätze in diesen Sprachen, dennoch trauen wir uns oft nicht, ein Gespräch anzufangen. „Rhein-Neckar Babylon" will über lokale Ereignisse und Themen über jegliche Sprachgrenzen hinaus berichten. Hier kommunizieren Muttersprachler_innen nicht nur mit Muttersprachler_innen, alle Sprachen sind gleichgestellt.
Lust, mitzumachen?
Ein hohes Sprachniveau ist dabei nicht erforderlich, weil eine gegenseitige Unterstützung durch Tandem-Arbeit erfolgt. Auch Radioerfahrungen sind nicht notwendig, weil wir regelmäßig Einführungsworkshops anbieten. Zu Mitbringen ist also nur das Interesse an Fremdsprachen und/oder regionaler Berichterstattung.
02.10.2012
Sendet selbst!
Lust, eine eigene Sendung im bermuda.funk zu machen? In unseren kostenlosen Einführungsworkshops lernt ihr alles, was man zum Radiomachen so braucht - und das ist weniger kompliziert, als viele denken. Also: Ran an die Mikros, redet über das, was euch wichtig ist und spielt die Musik, die euch gefällt!
15.07.2012
Neue handgedruckte Shirts, Geschirrtücher & Taschen!
Wir haben wieder gedruckt: T-Shirts in allen möglichen Größen und Farben, Taschen, Kissen und Geschirrtücher. Und für den bermuda.funk-Nachwuchs eine Sonderedition mit dem bermuda.funk-Boot! Alles erhältlich für wenige € zu den Bürozeiten im Radio.
06.06.2012
bermuda.funk mit mobilen Endgeräten hören
Um den bermuda.funk mit dem Smartphone oder einem anderen mobilen Endgerät hören zu können, muss man lediglich die kostenlosen App von TuneIn (http://tunein.com) installieren. TuneIn bietet auch Anwendungen für Heimaudio-Geräte und Smart TV an.
08.03.2012
Zusätzliche Räume im Alten Volksbad
Wir haben unseren neuen - und barrierefreien! - Räume im Kreativzentrum Altes Volksbad bezogen. Die Sendestudios und das Büro des bermuda.funk bleiben weiterhin in der Alten Feuerwache. Viele Workshops und Sitzungen können nun jedoch in unserem größeren und schöneren Raum im Alten Volksbad stattfinden. Gerade sind wir dabei, dort auch ein barrierefreies Vorproduktionsstudio einzurichten.
VERANSTALTUNGSTIPPS
21.06.2013 (20:00 )
Wild West, Alphornstr. 38, Mannheim-Neckarstadt
Input Cocktailabend Die Konstruktion des „Anderen“ – die Bulgaren in der Neckarstadt
Gemeinsame Diskussion über den Text „die Konstruktion des Anderen“ am aktuellen Beispiel der „Bulgaren in der Neckarstadt“. Der Text wird auf den ...
weiterlesen >>
WORKSHOPS
22.06.2013 (10:00 - 18:00)
Altes Volksbad
Vorproduktion mit Audacity
Das Hauptaugenmerk des Workshops liegt auf einer schnellen Produktion, so dass Ihr nicht viel Arbeit über die Vorbereitung der Sendung hinaus habt. Andererseits werden die Möglichkeiten der ...
weiterlesen >>
29.06.2013 (10:00 - 18:00)
Altes Volksbad
Medien- und Urheberrecht Grundlagenworkshop
Für alle, die heute Medien gestalten, beispielsweise Radio »machen«, spielen Medien- und Urheberrecht eine wesentliche Rolle. Inwieweit Rechtsfragen eine Sendung und ihre ...
weiterlesen >>
13.07.2013 (10:00 - 18:00)
Altes Volksbad
Einführungsworkshop I
Der kostenlose Einführungsworkshop vermittelt an zwei Tagen alles, was man zum Radiomachen wissen muss. Bitte unbedingt vorher unter weiterlesen >>
KONZERTE
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