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20 Uhr: Glottal Stop
Wir sprechen heute über einen Dauerbrenner der feministischen Debatte: die Ehe. Ob aus Liebe oder Pragmatismus, viele halten nach wie vor an der Institution Ehe fest. Wir hören eine Umfrage mit der Fragestellung &qu...

Danach läuft:

21 Uhr: Jazzology
Jazz von Armstrong bis Zorn: Reichlich schöne Töne. Jazzology steht aber auch für lustvolles Lauschen in Rock-, Pop-, Folk- und Klassikgefilden.

22 Uhr: Jazzology
Jazz von Armstrong bis Zorn: Reichlich schöne Töne. Jazzology steht aber auch für lustvolles Lauschen in Rock-, Pop-, Folk- und Klassikgefilden.

23 Uhr: doper than dope
Bei doper than dope wird HipHop-Kultur gefeiert! Dabei werden auch Entwicklungen und wichtige Releases im HipHop Mainstream angeschaut, der Fokus liegt aber vor allem auf Sub-Szenen und Artists, die oft zu wenig Beachtung finden, wie Frauen und queere Rapper*innen. Seit 2014 wird diese Sendung produziert und moderiert von Nifty MC, die selbst Rapperin, DJ und vor allem HipHop-Fan ist. Neben den regulären moderierten Musiksendungen gibt es Themen-Specials und Interview-Sendungen, für die Nifty MC schon Rapper*innen wie Reverie, Sookee, Sir Mantis, Die P oder Tice vor dem Mikrofon hatte.

MonatsĂĽbersicht ĂĽber alle Sendungen


Schrägfunk

15.04.2024 - 0 Uhr: Schrägfunk



Von regionalen Newcomern wie Everything in Boxes und Die Stühle, aufstrebenden Bands wie Pabst und Sperling bis zu national bekannten Künstler:innen wie Adam Angst, Kettcar, Schrottgrenze und Neoangin aka Jim Avignon, treffen Tina und Micha Musiker:innen und verwickeln sie in bodenlose Gespräche über deren Musik und den Sinn und Unsinn von Erdnussbutter-Sandwiches.
Für Themensendungen wird auch mal im Waschsalon dreckige Wäsche gewaschen, nach Schneeliedern gestöbert oder am Abend gefrühstückt.

Bei der Auswahl der Gesprächspartner:innen und der Musik geben die beiden nicht einem bestimmten Musikstil den Vorrang, sondern es gilt: lieber schrammelig als perfekt, eher holperig als glatt, Emotion vor Logik.

Dazwischen geht es kreuz und quer und drumherum, denn irgendwas geht immer und wenn es schräg wird, umso besser.
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Schrägfunk ist eine Austauschsendung von Querfunk, dem Freien Radio für Karlsruhe.

Sendende(r): Tina & Micha

Webseite: schraegfunk.de
Webseite 2: instagram.com/schraegfunk/
Social Media: facebook.com/schraegfunk
Twitter: twitter.com/schraegfunk
Mailkontakt: mail [at] schraegfunk.de

Sendezeiten

Live:
3. Samstag 20 Uhr

Wiederholungen:
1. Mittwoch 20 Uhr
3. Montag 0 Uhr

Sendungen

Samstag, 18.03.2023


"Angenehm unangenehm"
 
Ich erinnere mich, dass ich mir als Kind manchmal bewusst die Hoffnung auf Erfolg oder auf das Eintreten eines erfreulichen Ereignisses kleingeredet habe, um nicht enttäuscht zu werden. Schon früh das negative Denken eingeübt, sozusagen.
 
Von Shitney Beers kann ich nicht enttäuscht werden, weil Shitney Beers sowohl solo als auch mit Band einfach funktioniert und die Konzerte stets warnend mit den unwahren Worten: „Jetzt wird’s unangenehm!“ eingeleitet werden.
 
Hätte Shitney diesmal auf der Tour die Band bestehend aus Raffi, Michel und Gabriel nicht um sich, wäre es allerhöchstens für Shitney selbst unangenehm, denn diesmal ist Shitney Beers als Headliner unterwegs. Das erhöht den Druck, denn da ist verkacken jetzt nicht mehr so unspektakulär möglich wie als Support-Act.
 
Die Wahrheit ist: Shitney Beers kann gar nicht verkacken und etwaige kleine Fehler erhöhen höchstens die Sympathie, die man für diese Künstlerperson empfinden muss. Ja, muss! Also nicht „muss“ im Sinne von Zwang sondern „muss“ im Sinne von „es geht nicht anders“.
 
Das Schöne ist, dass das Schöne (Stimme, Gesangslinien, Melodien) immer wieder gebrochen wird. Textlich von Zweideutigkeiten, von Erzählungen über Verfehlungen in Liebesdingen und zwischenmenschlichen Beziehungen generell. Und von der einen oder anderen schrammeligen Punknummer.
So gehen Maxi Haug und das Alter Ego Shitney Beers gelegentlich doch Hand in Hand ... neee Quatsch! NatĂĽrlich zeigen sie sich den Stinkefinger - aber liebevoll!
 
Angenehm unangenehm dagegen ein Konzert von Das Sterben. Musik und Texte des Trios sind düster wie der Blick in einen Abgrund. Genauer der Blick auf das menschliche Dasein als solches. „Wir haben nichts zu verlieren, denn wir sind geboren um zu sterben aber das Dazwischen muss nicht sinnlos sein. Denk mal drüber nach!“
So oder so ähnlich verstehe ich das, was mir hier in Worten zugerufen wird und in rhythmisch getriebener Monotonie um mich herum wabert und mich unweigerlich mitzieht. Wer hier Feel-Good-Vibes erwartet, naja, hat vermutlich eine autokorrigierte Nachricht von Freunden bekommen „Hey, heute Konzert von Das Streben/ Das Stehlen/ Das Stehen/ Das Sternen!“.
Wie hat's Micha gegenüber Flip (Gesang, Gitarre/Bass) so treffend formuliert: „Ihr habt mich fertig gemacht! Aber positiv!“
Überzeugt euch selbst. Bei Schrägfunk gibt’s noch vor der offiziellen Veröffentlichung „Unsere Welt ist die Hölle“ zu hören.
 
Ansonsten natĂĽrlich Musik von Shitney Beers, Weezer, Swutscher, die neue Single von Parade und zweieinhalbmal irgendwas mit Essen ...


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Playlist

Interpret Titel Album

Parade Home Single
Weezer Buddy Holly Weezer (The Blue Album)
Shitney Beers Hun so Low this is pop!
Swutscher Karussell Wilde deutsche Prärie
Weezer No One Else Weezer (The Blue Album)
Das Sterben Unsere Welt ist die Hölle Single
Bony Macaroni Marissa The Big Bucks
Feine Sahne Fischfilet Kiddies im Block Alles glänzt
Men I Trust Billie Toppy Single
Shitney Beers Wasted Coffee this is pop!
August August Kaputt + Kein Hunger Liebe in Zeiten des Neoliberalismus


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